Mercado-Verwalter unter Druck

Prelios verwaltet das Mercado Einkaufszentrum in Ottensen sowie das benachbarte eschäftshaus Ottensen und den Bahnhof. (Foto: pr)

Anonymer Mitarbeiter-Brief klagt das Unternehmen „Prelios“ an

Ein anonymer Brief von Mitarbeitern des Unternehmens Prelios sorgt für Unruhe. Darin wird der Unternehmsspitze Missmanagement auf Kosten der Mitarbeiter vorgeworfen.
Unter anderem werde eine von den Mitarbeitern 2009 gezahlte Solidaritätsprämie in Form eines Gehaltsverzichtes nun nicht erstattet, während im gehobenen Management nach wie vor hohe Prämien gezahlt würden.
Prelios ist ein Tochterunternehmen von Pirelli RE. Das Unternehmen residiert am Erik-Blumenfeld-Platz in Blankenese; es verwaltet und besitzt Wohn- und Geschäftsbauten. So gehörten Prelios bis vor ein paar Jahren unter anderem die Geschäftshäuser am Blankeneser Bahnhof, das Mercado Einkaufszentrum, das daneben liegende Geschäftshaus Ottensen und der Bahnhof Altona mit seinen Läden. Alle diese Immobilien wurden vor einiger Zeit verkauft, werden aber noch von Prelios verwaltet.
Dem anonymen Schreiben beigefügt war ein internes Schreiben der Prelios-Geschäftsführung an die Mitarbeiter, das diese darüber informiert, dass der Bereich Investment sich „stark negativ“ entwickelt habe. Ein Verlust von 93 Millionen Euro entstand allein durch die Totalabschreibung der Wohnungsgesellschaft Baubecon, die jetzt der Barclays Bank gehört. Dazu laufen die finanziellen Garantien des ehemaligen Hauptaktionärs Pirelli aus. Man müsse die gesamte Finanzierung von rund 500 Millionen Euro neu strukturieren. Dazu Prelios-Geschäftsführer Martin Mörl zum Wochenblatt: „Ich sehe keinen Zweifel, dass die Finanzierung kommt - und zwar noch im Dezember.“
Um das Unternehmen weiter zu stabilisieren, werde man sich ab sofort vom risikobehafteten Investmentbereich verstärkt in Richtung Dienstleistung und Verwaltung orientieren.
Mörl verwahrt sich gegen den Vorwurf, Mitarbeiter seien unter Druck gesetzt worden, damit sie ihren Solidaritätsbeitrag zahlten. Aus dem Brief: „Mitarbeiter, die dieses nicht leisten wollten, wurden gemieden, geschnitten und gemobbt.“ Mörl hält dagegen: „Fast 100 Prozent der Prelios Mitarbeiter haben den Beitrag zur Gesundung des Unternehmens freiwillig geleistet. Im Gegenzug wurden seitens des Unternehmens gewisse Garantien abgegeben.“
Worauf sich diese Garantien bezogen und wie hoch der Beitrag der Mitarbeiter war, wollte Mörl nicht sagen. Prelios Deutschland beschäftigt 423 Mitarbeiter.
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