Mehr Platz für Radler, Fußgänger und Busse

Das Gedrängel auf dem Fußweg soll ein Ende haben: Auch Fußgänger sollen mehr Platz bekommen. Foto: Georg Sommer/ADFC Hamburg

Stadt stellt Pläne für die Max-Brauer-Allee vor: Fahrradstreifen, breitere Fußwege, weniger Parkplätze

Gaby Pöpleu, Altona

Der für 2019 geplante Umbau der Max-Brauer-Allee zwischen Palmaille und Holstenstraße wird vor allem für Radfahrer, Busse und Fußgänger mehr Platz schaffen. Einschränkungen muss der übrige Kraftverkehr hinnehmen. Die Behörde stellte den Altonaern jetzt in einer öffentlichen Veranstaltung die aktuellen Pläne nach der Bürgerbeteiligung vor.
Was auf jeden Fall bleibt: die grüne Mittelinsel. Die ursprünglichen Umbauziele: Die Buslinien 1, 15 und 21 sollten schneller durchkommen. Ein wichtiges Element des Umbaus: Die Radwege sollen zu bis zu zwei Meter breiten Fahrradstreifen ausgebaut werden. Dafür fallen 72 von 232 Parkplätzen weg. An einigen Stellen – so zwischen Palmaille und Königstraße und zwischen Paul-Nevermann-Platz und Hospitalstraße – wird es auch breitere Fußwege geben.
Beispiel südlicher Abschnitt zwischen Palmaille und Paul-Nevermann-Platz: In Zukunft wird es dort nur noch einen Fahrstreifen je Richtung für Autos, einen Streifen für Fahrräder und die Mittelinsel geben, der Parkstreifen fällt im südlichsten Teil weg. Das sei die so genannte „Variante 5b“ des Planes, die die meisten Bürger bevorzugt hatten, berichtete Eva Krüger vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer.
Busse und Radfahrer teilen sich eine Fahrspur
Der Radfahrstreifen würde von jeweils einer Bushaltestelle unterbrochen, wo die Busse ihn queren ­– hier sei Kooperation der Verkehrsteilnehmer gefragt, zumal die Busse die Radfahrstreifen nur zehn bis 15 Sekunden blockierten.
Im nördlichen Teil zwischen Paul-Nevermann-Platz und Holstenstraße sind Richtung Norden ein Fahrstreifen für Kraftfahrzeuge und ein Radfahrstreifen vorgesehen. In Richtung Süden soll es einen 4,75 Meter breiten Bussonderstreifen geben, den Busse und Radfahrer gemeinsam nutzen sollen.
Bei der Veranstaltung war auch die von Anwohnern geforderte Tempo 30-Zone Thema. Die ist mit den Umbauplänen wohl vom Tisch. Die Luft würde nicht sauberer, nur weil Autos langsamer führen, sagte Martin Huber von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Viel bessere Luftwerte erreiche man, wenn der Verkehr gut fließe.
Interessant für den Straßenumbau könnte auch das von der Stadt geplanten Durchfahrtsverbot für Dieselfahrzeuge werden: Auf zirka 600 Metern soll die Max-Brauer-Allee dann für für Diesel-Lkw und Diesel-Pkw ohne Euronorm 6 gesperrt werden, steht im neuen Hamburger Luftreinhalteplan. Wie das praktisch aussehen soll, ist aber noch unklar.

Der Plan: So geht’s weiter
Die gesetzlich vorgesehene Bürgerbeteiligung zum Umbau der Max-Brauer-Allee läuft seit Mai 2016 und ist nun abgeschlossen. Jetzt können die so genannten „Träger öffentlicher Belange“ – zum Beispiel Handels- und Handwerkskammern, Hamburg Wasser, HVV, Blindenverein ­– noch Stellung beziehen. Der Plan wird dann öffentlich ausgelegt, Bürger können Widerspruch einlegen. Erst dann können die Bauarbeiten beginnen.
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
6
Sabine Hartmann aus Altona | 18.05.2017 | 13:06  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.