Martin Schmidt, ein Gründervater der GAL, ist tot

Martin Schmidt, hier auf einem Archivfoto aus dem Jahr 2003, starb nach langer Krankheit. Er galt bis zum Schluss als das Gewissen der GAL in Hamburg.
Die GAL trauert um eines ihrer Gründungsmitglieder. Martin Schmidt starb in der Nacht vom 19. auf den 20. November, nur ein paar Tage vor seinem 78. Geburtstag. Schmidt war von 1982 bis Anfang 1985 und von Ende 1986 bis 1987 Abgeordneter der Bezirksversammlung Altona; von 1991 bis 2001 saß er in der Bürgerschaft.
Der hochgebildete promovierte Altphilologe galt als einer der intelligentesten Politiker Hamburgs; er lebte in Blankenese mit der ehemaligen Bürgerschaftsabgeordneten Sabine Boehlich zusammen.
Intensiv arbeitete er die Geschichte der Blankeneser Juden auf und gründete 2003 den Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese.
Schmidts politische Themen waren unter anderem die Temporeduzierung auf den Straßen und die Stärkung des Fahrradverkehrs in der Stadt. Er unterstützte die Anwohnerinitiative Stresemannstraße in deren Kampf gegen Tempo-Erhöhung auf der Strese und war der Initiator für den Bau der Fahrradhäuschen in Hamburg. Er gehörte von Beginn an zu den vehementesten Verfechtern für Bürgerbegehren, Volksentscheid, eine Reform des Wahlrechts und die Stärkung der direkten Demokratie. So sagt der ehemalige GAL-Senator Willfried Maier in seinem Nachruf auf Schmidt: „Es dürfte ziemlich selten sein, dass ein einzelner Abgeordneter - zudem die längste Zeit in der Opposition - eine so markante demokratische Spur in der Verfassung von Bürgerschaft, Senat und Bezirksorganisation hinterlassen hat.“
Die GAL-Landesvorsitzende Katharina Fegebank erklärt: „Die GAL verliert einen ihrer Vordenker, der die Partei geprägt hat wie kaum ein zweiter. Er war ein kluger, streitbarer und immer herzlicher Mensch.“
Altonas GAL-Bezirksfraktionsvorsitzende Gesche Boehlich: „Bis zum Schluss war er derjenige in der GAL, der die ethische Richtung vorgab.“
Die Trauerfeier für Martin Schmidt findet an diesem Mittwoch, 30. November, um 11 Uhr in der Blankeneser Kirche am Markt statt.
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