Manchmal schimmert eine „Perle“ durch

Artur Hermanni (vorn) und Bilk van Billig organisieren im Bürgerhaus die Treffen der "Eidelstedter Poeten". (Foto: tp)

Bilk van Billig und Artur Hermanni organisieren regelmäßig Treffen Eidelstedter Poeten

Von Thomas Pöhlsen

„Es gibt viele Menschen, die schreiben", erklärt Artur Hermanni (52). Als Geschichten oder Gedichte bringen sie ihre Gedanken und Erlebnisse zu Papier. Bei vielen landen die Resultate dann in der Schreibtischschublade und niemand bekommt sie zu lesen. Wer jedoch seine Arbeit vorstellen will, dem bieten Artur Hermanni und Bilk van Billig (56) ein Forum. Sie haben die "Eidelstedt Poeten" ins Leben gerufen.
An Amateure und semiprofessionelle Literaten wendet sich der Treff, der siebenmal im Jahr im Eidelstedter Bürgerhaus organisiert wird. Besonders schön ist ein Abend für die Veranstalter, "wenn eine Perle durchschimmert", so Bilk van Billig. Bis zu zehn Minuten Zeit bekommt jeder. Dabei wird nicht nur vorgelesen oder vorgetragen. Die Akteure können das Verfasste auch vorsingen. Auftritte mit Gitarre, Akkordeon oder Saxophon sind keine Seltenheit. Zwischen 15 und 25 Besucher kommen zu den Eidelstedter Poeten. Manche wollen nur zuhören.

Wohlwollende Gespäche im Anschluss
Bilk van Billig moderiert, Artur Hermanni gestaltet am Klavier den musikalischen Rahmen. Wer die zehn Minuten zu überziehen droht, wird mit einer Melodie an das Ende erinnert. Eine anschließende Kritik oder Diskussion gibt es nicht. Allerdings ergeben sich nach der Veranstaltung immer wieder Gespräche. Da gehe es "wohlwollend" zu, so Artur Hermanni. Klar grenzen sie sich gegen Poetry Slam ab, bei der sich die Teilnehmer selber inszenieren und am Ende vom Publikum ein Sieger gekürt wird. Die Beiden geben zu, dass die Idee für die Eidelstedter Poeten nicht von ihnen stammt, sondern beim Bergedorfer Textlabor abgeguckt wurde.
Hermanni und van Billig schreiben selber
In Hamburg gibt es eine Szene der nicht-professionellen Schreiber und aus der kennen sich die Beiden. Artur Hermanni hat Architektur studiert, Bilk van Billig Soziologie. Beide schreiben seit ihrer Jugend. Sie haben in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. Von Artur Hermanni erscheint im Frühjahr 2016 sein zweites Buch "Morde ohne Schuld".
Das nächste Mal treffen sich die Eidelstedter Poeten am Mittwoch, 20. Januar. Wer etwas lesen will, meldet sich um 18.30 Uhr an. Vorgetragen wird ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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