Lux und Consorten wollen anders

Zur Auftaktveranstaltung der „Gegenplanung“ von „Lux und Consorten“ kamen knapp 100 Interessierte in das Altonaer Museum. (Foto: cvs)

Die Initiative kritisiert den Masterplan Neue Mitte Altona und fordert mehr Gewerberaum.

Von Christopher von Savigny.
Mehr Gewerberäume für Hamburg: Das fordert die Initiative „Lux und Consorten“, die sich vor rund einem Jahr aus Handwerkern und Gewerbetreibenden gebildet hat. Im Galionsfigurensaal des Altonaer Museums startete das Bündnis jetzt seine offizielle „Gegenplanung“ zum
Masterplan Neue Mitte Altona.
Im südlichen Gleisdreieck zwischen Diebsteich und Bahnhof Altona sollen in den nächsten Jahren rund 3.500 Wohnungen entstehen. Die Initiative kritisiert, dass laut Planung kein Platz für Gewerbe vorgesehen sei. Durch die Bebauung würden sogar 225 Arbeitsplätze im gewerblichen Bereich wegfallen. Knapp 100 Interessierte waren der Einladung ins Altonaer Museum gefolgt. „Wir sind richtig scharf darauf, mitzumachen“, sagte einer der Teilnehmer.
Vor zwei Wochen hatte Oberbaudirektor Jörn Walter den fertigen Masterplan vorgestellt: Danach könnten die Bauarbeiten im ersten Teilabschnitt an der Harkortstraße bereits im Jahr 2013 losgehen. Dort sind 1.600 Wohnungen mit einer Gebäudehöhe von bis zu sieben Stockwerken geplant – ein Drittel davon Sozialwohnungen, ein weiteres Drittel freie Mietwohnungen und das letzte Drittel als Eigentumswohnungen. Auch eine Stadtteilschule und eine Kita sollen entstehen. Den Kern der „Neuen Mitte“ bildet laut Gewinnerentwurf des Architekten André Poitiers ein zehn Fußballfelder großer Park. Anfang 2012 wollen die Bürgerschaft und die Bezirksversammlungen über den Masterplan abstimmen.
Ob der zweite und der dritte Bauabschnitt realisiert werden können, hängt davon ab, ob die Bahn ihren Fernbahnhof von Altona nach Diebsteich verlegt. Eine Entscheidung ist allerdings nicht vor 2020 zu erwarten. Bis dahin müssten die künftigen Anwohner mit dem Schienenlärm zurechtkommen. Die Gegenplaner wollen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: „Viel vernünftiger wäre es, an der Bahnlinie hohe Gewerbebauten zu errichten, die den Lärm abhalten würden“, sagt Stadtplaner Mario Bloem.
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