LINKE fordert: Fama-Kino in Lurup als kommunales Kino erhalten!

Steht vor dem Aus zum Jahresende: Das Luruper Traditionslichtspielhaus Fama-Kino
 
Hat nur als Kommunales Kino und Veranstaltungsstätte eine Zukunft: Das Fama-Kino in der Luruper Hauptstraße 247.
Die Altonaer Linksfraktion hat sich in der letzten Sitzung des Regionalausschuss II der Bezirksversammlung Altona dafür stark gemacht zu prüfen, ob das Luruper Fama-Kino als Kommunales Kino weiterbetrieben werden kann. Der Tagespresse war zu entnehmen, dass das Luruper Traditionslichtspielhaus spätestens zum 31.12.2011 geschlossen werden soll (siehe Hamburger Abendblatt vom 14.11.2011). Aus Sicht der Altonaer Linksfraktion ist das Fama-Kino eine erhaltenswerte kulturelle Einrichtung für den Stadtteil Lurup. In Stadtteilen, wo viele Menschen mit wenig Geld leben, muss ein bezahlbares kulturelles Angebot geschaffen und erhalten werden. Deshalb sollte die Politik jetzt initiativ werden, um zumindest zu prüfen, ob das Fama-Kino künftig als Kommunales Kino mit öffentlicher Förderung weiterbetrieben werden kann. Das Kino kann eine wichtige Rolle für die soziale und kulturelle Stadtteilentwicklung in Lurup spielen. Der Betrieb als privatwirtschaftliches Kino hat zwar gezeigt, dass es auf Grundlage des bisherigen Konzepts angesichts der geringen Besucherzahlen anscheinend keinen Markt für ein Kino in Lurup gibt. Kultur ist aber nicht nur eine Ware, sondern in erster Linie ein Grundbedürfnis der Menschen. Deshalb muss eine kulturelle Grundversorgung in armen Stadtteilen wie Lurup mit öffentlichen Geldern sichergestellt werden. Die GAL hatte sich jüngst für den Weiterbetrieb des Savoy-Kinos in St. Georg (Steindamm) als weiteres kommunales Kino eingesetzt, nachdem das Kommunale Kino Metropolis wieder an seinem alten Standort in der Dammtorstraße zurückgekehrt ist (Bürgerschaftsdrucksache 20/627, Antrag der GAL-Fraktion). Wenn in der Innenstadt zwei kommunale Kinos möglich sein sollen, müssen auch arme Stadtteile in Randlage eine Chance auf ein kommunales Kino haben. Leider hat die GAL dies wie die übrigen Fraktionen im Regionalausschuss II am Montag, den 14.11.2011 abgelehnt und gegen den Antrag der Linksfraktion gestimmt. Im Einzelnen beantragte die Linksfraktion:
Der Regionalausschuss II empfiehlt auf Antrag der Fraktion DIE LINKE, dem Ausschuss für Kultur und Bildung die folgende Beschlussempfehlung für die Bezirksversammlung zu beschließen:
I. Das Bezirksamt wird gemäß § 19 BezVG aufgefordert, mit dem Betreiber des Fama-Kinos Gespräche aufzunehmen, ob und unter welchen Bedingungen die Möglichkeit besteht mit bezirklichen Sondermitteln den Kinobetrieb über den 31.12.2011 hinaus zunächst für drei Monate im bisherigen Umfang weiter aufrechtzuerhalten.

II. Die Kulturbehörde und die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt werden gemäß § 27 BezVG aufgefordert, in Zusammenarbeit mit dem Betreiber und dem Bezirksamt zu prüfen,
1. ob und welche Möglichkeiten einer finanziellen Förderung aus öffentlichen Mitteln des Fama-Kinos bestehen – dabei ist der finanzielle Aufwand für eine technische Modernisierung der Vorführtechnik miteinzubeziehen,
2. ob das Fama-Kino unter Einbeziehung von Luruper Vereinen und Initiativen mit öffentlichen Fördermitteln als kommunales Kino und Veranstaltungsstätte weiterbetrieben werden kann. Dabei sind bezahlbare Preise für die Kinobesucherinnen und Kinobesucher sicherzustellen.

III. Der Regionalausschuss II ist in seiner Sitzung am 13.12.2011 über den Gesprächsstand zu unterrichten.
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Brigitte Thoms aus Lurup | 29.11.2011 | 12:48  
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