libyschen Flüchtlingen wird Schutz vor Kälte verwehrt

Aktuellen Medienberichten zufolge verbietet der Hamburger Senat der Kirche St. Pauli, in den eigenen Räumen beheizbare Container aufzustellen, damit die Flüchtlinge nicht auf dem kalten Kirchenfußboden übernachten müssen. Auch das Winternotprogramm bleibt ihnen verwehrt. Bislang sind die Flüchtlinge ausschließlich durch das Engagement einfacher BürgerInnen, deren Mitgefühl und Solidarität unterstützt worden. Nun versucht der von Olaf Scholz geführte Senat, die Flüchtlinge zu erpressen. Nur wenn sie ihre Namen angeben und ihrer Abschiebung zustimmen, solle ihnen Schutz vor Kälte gewährt werden.

Dazu Affo Tchassei, einer der Sprecher der Gruppe “Lampedusa in Hamburg”:
“Wir bitten hier in Deutschland nicht um viel, wir wollen über zwei Jahre nach dem NATO-Krieg in Libyen nur endlich wieder ein normales Leben führen können. Doch stattdessen sollen wir wieder verscheucht werden wie Hunde, der Senat will uns kaltblütig erpressen und setzt dabei unser Leben aufs Spiel! Falls sie es vergessen haben sollten, wir sind genau die unschuldigen Zivilisten, die Deutschland als Kriegspartei vorgab in Libyen schützen zu wollen. Wir hatten nie die Absicht nach Europa zu kommen. Bevor die NATO-Bomben uns zur Flucht zwangen, hatten wir in Libyen ein gutes Leben. Denken die europäischen Regierungen, sie könnten einfach auf unserem Kontinent Afrika nach belieben Länder bombardieren, unsere Leben zerstören und sich dann jeder Verantwortung
entziehen? Wir fordern hier unsere elementaren Menschenrechte ein und verstehen nicht, warum man uns mit einer solchen Boshaftigkeit begegnet. Gelten diese Menschenrechte in Deutschland etwa nicht für Schwarze Menschen?”

Nun sind wir alle aufgefordert, uns zu überlegen, wie wir Unterstützung leisten können. Mit so einer menschenverachtenden Haltung darf der Senat sich nicht durchsetzen. Zumindest kann man das St.Pauli Manifest unterzeichnen.
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