Lampedusa in Hamburg - so können Sie den Flüchtlingen helfen!

Nachts schlafen die Flüchtlinge im Kirchenraum tags werden die Bettdecken zur Seite geräumt. (Foto: ch /elbe wochenblatt)
„Besonnenheit ist unsere Stärke“ antwortet Pastor Sieghard Wilm auf die Frage, ob die Afrikaner, die in der St. Pauli Kirche untergebracht sind, nun aus Angst vor einer erkennungsdienstlichen Behandlung durch die Polizei das Kirchengelände gar nicht mehr verlassen sollten. Vorausgegangen war dieser Frage die Tatsache, dass vor wenigen Tagen insgesamt 19 Flüchtlinge auf St. Pauli von der Polizei ergriffen worden waren. Im Anschluss hieran zwang man sie auf der Polizeidienststelle zur Abnahme des Fingerabdrucks.
Menschen, die aus Angst um ihr Leben ihr eigenes Land verlassen haben, um - im besten Fall - lebend, in einem Ihnen völlig fremden Land, Hilfe und Schutz zu erbitten, werden von Hamburger Polizisten wie Straftäter behandelt.

Ergibt das irgendeinen Sinn? Nein.

Aber es ergibt ja auch keinen Sinn, dass ertrunkene Flüchtlinge vom italienischen Staat im Nachhinein die italienische Staatsbürgerschaft erhalten.

Mir jedenfalls scheint Pastor Wilms Aufruf zur Besonnenheit angesichts solcher Tatsachen mehr als begründet. Doch dies nur am Rande, denn eigentlich möchte ich Ihnen ja sagen wie Sie „die Afrikaner der St. Pauli Kirche“ unterstützen können...

Dringend benötigt werden z.B. folgende Kleiderspenden, die Sie direkt bei der St. Pauli Kirche (Pinnarsberg 81, 20359 HH) abgeben können:

- Winterjacken
- Schals
- Mützen
- Handschuhe
- Pullover
- Schuhe (ab Größe 42)
- Isomatten
- Schlafsäcke
- Decken


Außerdem:

- Wolle, Wollreste
- Stricknadeln
- Häkelnadeln


Menschen, die ehrenamtlich helfen möchten, können dies z.B. durch Mithilfe beim Frühstück-, Tages-, oder Nachtdienst tun. Pastor Martin Paulekun steht Ihnen gern bei Interesse und Fragen zur Verfügung.

Tel. 040 / 314274 oder E-Mail an: paulekun@stpaulikirche.de

Wenn sie gar ambitionierter Hobby-Trainer sind, sind Sie willkommen mit den Männern z.B. Fußball, Basketball, oder Volleyball in der Turnhalle zu spielen und somit etwas Abwechslung in ihren und Ihren Alltag zu bringen.

Oder Sie schließen sich der Strickgruppe / Schmuckgruppe an, die sich regelmäßig nach dem Sonntagsgottesdienst (Beginn 11.00 Uhr) in der St. Pauli Kirche trifft. Hier wird in fröhlicher Runde Vielerlei angefertigt, was später auf Spendenbasis verkauft wird.

Natürlich können Sie auch Geld spenden, um die Versorgung der Flüchtlinge zu unterstützen. In diesem Fall geben Sie dann bitte „Afrikaner“ als Stichwort an.

Das Spendenkonto lautet:

ST. PAULI KIRCHE


Hamburger Sparkasse
Konto: 1206 123 331

BLZ: 200 505 50


Darüber hinaus können Sie sich sehr gern an der wöchentlichen Demonstration „Lampedusa in Hamburg – Wir bleiben hier!“ beteiligen.

Treffpunkt: mittwochs um 16.30 Uhr am Protestzelt u. Infopoint,
HH-Hauptbahnhof (Steindamm 2)

Am 6. November wird es im Anschluss an die Demo auch eine Mahnwache geben. Sie sind auch hier herzlich eingeladen sich anzuschließen!


Nähere und weitere Infos zur Situation erhalten Sie hier

http://lampedusa-in-hamburg.tk/

http://www.stpaulikirche.de/de/?open=Pastoren

http://www.wirsindmehr.de/

http://www.ndr.de/regional/hamburg/polizeikontroll...

https://www.facebook.com/pages/Wir-sind-mehr/59048...
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3 Kommentare
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B. Kühne aus St. Pauli | 21.10.2013 | 16:35  
91
Katrin Bela aus Altona | 25.10.2013 | 19:30  
82
B. Kühne aus St. Pauli | 26.10.2013 | 12:58  
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