Kurz und gut!

Allround-Talent Sophie Lißke (15), ist nicht nur ein As im Debattieren. Sie spielt Gitarre, singt in einem Kammerchor und tanzt Hiphop, nimmt im DESY an einer Physik-AG teil und jobbt an einer Sprachschule und auf dem Wochenmarkt.

Sophie Lißke, Regionalgewinnerin von „Jugend debattiert“, tritt am Dienstag im Landeswettbewerb an.

Sophie Lißke ist fit im Kopf. Und dazu kann sie ihre Gedanken richtig gut ausdrücken. Die 15-jährige Luruperin aus dem Goethe-Gymnasium hat zum ersten Mal bei „Jugend debattiert“ mitgemacht und gleich den Regionalentscheid im Verbund Hamburg-Altona gewonnen. Am Dienstag gehts in die nächste Runde um Platz 1 in Hamburg.
Sophie ist immer noch verblüfft, dass sie so gut abgeschnitten hat. „Die anderen haben alle so intelligent gesprochen.“ Doch die Jury wusste schon, warum sie sich für Sophie entschied: Kurz und knapp habe sie ihre Argumente vorgebracht, sei schnell zum Punkt gekommen und habe besonders authentisch gewirkt.
Spannend fand Sophie das Vorbereitungsseminar, zu dem die Hertie-Stiftung die Regionalgewinner eingeladen hatte. „Drei Tage lang haben wir mit Trainern gearbeitet und viel gelernt über das richtige Auftreten“. Sophie muss an einem eher ungewöhnlichen Problem arbeiten: Sie spricht zu kurz. „Wenn zwei Minuten vorgegeben sind, mache ich konsequent schon nach anderthalb Minuten Schluss“, lacht sie.
Doch das Seminar hatte noch einen zweiten, unerwarteten Effekt. Sophie befürchtet, dass ihr jetzt eventuell der richtige Biss fehlen könnte: „Blöd, dass ich die anderen kennengelernt habe und nett finde. Das macht es schwieriger“.
Die Themen für die Debatte am Dienstag hat sie schon bekommen: Sollten in der Schule Computerspiele zum Lernen eingesetzt werden? Sollte die Lehrerempfehlung beim Wechsel in die weiterführende Schule verbindlich sein? Und was ist von den Gefahrengebieten zu halten? Sophie hat sich Hintergrundkenntnisse angelesen. Wichtig sei, die Balance zu halten: „Man darf nicht übervorbereitet sein, damit man noch spontan auf die Argumente der anderen reagieren kann.“
Lampenfieber bekommt sie bei der Vorstellung, am Dienstag im Hamburger Rathaus vor einem Publikum von 500 bis 600 Zuschauern auf die Bühne zu kommen. „Aber sobald die Debatte beginnt, konzentriere ich mich nur darauf und nehme das Publikum gar nicht mehr wahr.“ Wenn sie dann noch die technischen Details in den Griff bekommt, kann nichts mehr schiefgehen: „Im Rathaus müssen wir unsere Mikrofone selbst an- und ausschalten. Das vergesse ich bestimmt!“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.