Kunstpreis für Kleiderbügelskulptur

Einfachste Mittel, funktionierende Ästhetik:  Gunhild Kreuzers Werk zum Thema „Solidarität“ gewann den Altonale Kunstpreis 2015. (Foto: Thomas Panzau)

Gunhild Kreuzer ist Altonale Kunstpreis Gewinnerin 2015.

In diesem Jahr stellen 65 Künstler während der Altonale in Schaufenstern Altonaer Läden ihre Werke zum Thema „Solidarität“ aus. Am Freitag wurde der Altonale Kunstpreis verliehen. Er geht an Gunhild Kreuzer für ihre Skulptur aus Kleiderbügeln im Fenster des Hamburger Modelabels DFM in der Bahrenfelder Straße 150.
Gunhild Kreuzers Kleiderbügel-Skulptur „Eine Möglichkei“ überzeugte die Jury mit ihrer klaren visuellen Sprache, „die es schafft, mit einfachsten, aber auf geschickte Weise neu arrangierten Mitteln eine große eindrückliche Wirkung zu entfalten. Die Arbeit funktioniert ästhetisch und als für sich stehendes Kunstwerk – auch außerhalb des Schaufensters.“
DFM ist ein junges Hamburger Modelabel, das auch nach Maß anfertigt. Die ausgestellten Bügel kommen von einer großen Bekleidungskette. So kontrastieren die Arbeitsbedingungen eines großen Konzerns und eines kleinen Modelabels: Faire Kollektionen oder Kleinstserienproduktionen mit hohem Anspruch an die gesamte Wertschöpfungskette auf der einen Seite und billige Bügel, wie man sie von internationalen Modekonzernen kennt, die häufig in Billiglohnländern zu fragwürdigen Bedingungen produzieren lassen, auf der anderen Seite. Die Jury: „Gerade in der Modeindustrie stellt sich immer dringender die Frage nach Solidarität und Fairness.“
Der Altonale Kunstpreis soll bildende Künstler in Hamburg fördern. Er ist mit 2.000 Euro dotiert und wird von der Hamburger Kulturbehörde gestiftet.
Zum ersten Mal vergeben wurde der Altonale-Publikumspreis. Er geht an die Arbeit „Lush“ desKünstlerinnen-Duos Lena Dues und Lara M. Lagemann im Schaufenster von Entwurf Direkt, Eulenstraße 61. Der Publikumspreis ist mit Unterstützung der IG Große Bergstraße mit 250 Euro dotiert.
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