Kunst auf dem Klo und anderswo

Die Ausstellung „Tücken“ (oben, Foto: Thomas Panzau) ist noch bis zum 11. Oktober im Altonaer Museum zu sehen. (Foto: Thomas Panzau /Altonale)

Die Altonale beweist jedes Jahr neu: Kunst findet ihren Platz nicht nur im Museum.

Von Christopher von Savigny.
Das Thema Kunst spielt bei der Altonale immer eine Hauptrolle. In diesem Jahr – in dem gemeinsam mit der Altona-Partnerstadt Danzig gefeiert wird – sind eine ganze Reihe polnischer Künstler zu Gast, die, zum Teil gemeinsam mit ihren deutschen Kollegen, etwas auf die Beine stellen.
Zentrum der deutsch-polnischen Koproduktion ist das Altonaer Museum: Die dortige Ausstellung „Tücken“ („Przewrotnosc“) beschäftigt sich mit den beiden „Hafenstädten“ Altona und Danzig, nimmt Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Sachen Geschichte, Politik und Kultur ins Visier (Museumstraße 23, täglich von 10 bis 17 Uhr).
Einen ungewöhnlichen Ort für sein Werk hat sich der polnische Künstler Jacek Niegoda ausgesucht: In der „Bedürfnisanstalt“, einer ehemaligen öffentlichen Toilette, präsentiert er seine interaktive Installation „God's Helmet“, die sich augenzwinkernd mit neurotheologischen Experimenten an Menschen beschäftigt (Bleickenallee 26a, täglich von 17 bis 19 Uhr).
An die älteren Altonale-Besucher wendet sich die Mitmach-Aktion „Bilder unter Bäumen“ auf dem Ottenser Marktplatz: Hier darf jeder nach Lust und Laune mit Pinsel und Farbe loslegen. Insbesondere, wer sich so etwas noch nie zugetraut hat, sollte unbedingt einen Versuch wagen! Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Zu finden auf dem Ottenser Marktplatz, am Mittwoch und am Donnerstag, 1. und 2. Juli, jeweils von 14 bis 17 Uhr.
Immer einen Hingucker wert ist die Ausstellung „Kunst im Schaufenster“: Insgesamt 55 Geschäfte – die meisten davon im Bereich Bahrenfelder Straße / Ottenser Hauptstraße / Große Bergstraße zeigen zu jeder Tages- und Nachtzeit kreative Arbeiten zum Thema „Solidarität“. Die beteiligten Künstler bewarben sich um den Altonale-Kunstpreis; Gewinnerin wurde Gunhild Kreuzer (siehe rechts).
Last but not least: Der Besuch des Kunstmarkts gehört bei der Altonale zum Pflichtprogramm. Rund 50 Künstler bieten zwischen Spritzenplatz und Arnoldstraße die schönsten Ergebnisse ihres Schaffens zum Kauf an. Von Malerei und Objektkunst bis zu Fotografie und Druckgrafik ist alles dabei. Bahrenfelder Straße, Sonnabend, 4. Juli, von 12 bis 19 Uhr, und Sonntag, 5. Juli, von 12 bis 18 Uhr.
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