Kukutza unterstützt: Demo endete in Randale

Eingeschlagene Scheiben in St. Pauli als Protest gegen teure Neubauten im Quartier und die Räumung eines Kulturzentrums in Spanien. (Foto: Mann)
Die Schließung und der Abriss des seit 13 Jahren besetzten Jugend- und Kulturzentrums Kukutza in Bilbao, Spanien, wirkte sich am vergangenen Mittwoch bis nach Altona aus: Rund 200 Autonome demonstrierten für den Erhalt des knapp 2.000 Kilometer entfernten Zentrums.
Die nicht angemeldete Demo begann am Spritzenplatz in Ottensen und führte schon dort zu Ausschreitungen gegen Polizeibeamte. Später in der Nacht wurden im Restaurant Riverkasematten am Fischmarkt Fenster eingeschlagen. „Das hat geknallt, als ob im Hafen Kessel explodieren“, erzählt ein Zeuge. Die Riverkasematten gelten als Symbol der Gentrifizierung St. Paulis. Dazu kommt, dass dieses Restaurant im Besitz von Klaus Martin Kretschmar ist, dem auch die Rote Flora gehört. Um das autonome Zentrum Rote Flora, seit Jahren besetzt, kreisen immer wieder Räumungsgerüchte.
Auch Scheiben der am Hang über den Riverkasematten gelegenen, seit einiger Zeit geschlossenen Cafebar Moritz gingen zu Bruch, wie auch Fenster des Wohnungsneubaus in der Nähe des Park Fiction. Die schwarz gekleideten und zum Teil vermummten Personen trugen ein Plakat „Finger weg vom Kukutza!“. Vier Tatverdächtige zwischen 20 bis 25 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Bis um 3.30 Uhr morgens patrouillierten Polizeibeamte in der St. Pauli Hafenstraße.
Solidarisch erklärt mit den Besetzern von Bilbao haben sich mehrere Altonaer Initiativen, darunter die AG Altona - St. Pauli, Altopia, die Altonaer Plattform gegen Verdrängung, AZ Altona, das Centro Sociale, die leute:real; Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification, die Initiative Esso-Häuser, Frappant e.V., das Freie Netzwerk zum Erhalt des Schanzenparks, das Gängeviertel, Moorburgtrasse - stoppen und NoBNQ.
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Georg Möller aus Altona | 29.09.2011 | 00:28  
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