Kreuzfahrtinitiative der Seemannsmissionen richtet sich auf das Wohl der Seeleute

Seeleute des Kreuzfahrtschiffes Queen Elisabeth im international seamen´s Club DUCKDALBEN - mit Seemannsdiakon Marco Folchnandt.
 
... beim Sport, der auf dem Schiff nicht möglich ist.

„Das Engagement der Deutschen Seemannsmissionen für die Mannschaften der Kreuzfahrt-Schiffe ist heute in erhöhtem Maße erforderlich, weil der Kreuzfahrttourismus in Hamburg in den vergangenen Jahren rasant gewachsen ist – und damit auch die Zahl derer, die auf den Traumschiffen für die Gäste sorgen“, sagt Anke Wibel, Leiterin des international seamen´s club DUCKDALBENder Seemannsmission Hamburg-Harburg.

Sie nimmt Bezug auf die von Senator Frank Horch angekündigte „Kreuzschifffahrtsinitiative Hamburg“. Danach wird Hamburg „erheblich in seine weitere Entwicklung als Kreuzschifffahrtsstandort investieren“. Wibel: „Eine solche Initiative ist gut. Wir freuen uns, wenn auch das Wohl der Mannschaften mit in die Planungen einfließt.“

So begrüßt Jan Oltmanns, neben Anke Wibel Leiter des DUCKDALBENS, dass die Hamburg Port Authority auch den Rat der Hamburger Seemannsmissionen einholt, wenn es um die Pläne für den dritten Kreuzfahrtterminal geht. Die zwei bisherigen Terminals, das Cruise Center HafenCity und das Cruise Center Altona, werden ergänzt um ein drittes in Steinwerder im Kaiser-Wilhelm-Hafen. Die Seeleute der Kreuzfahrtschiffe in Altona werden bereits betreut von der Seemannsmission in Altona. Im Cruise Center Hafen City eröffnete im Mai 2010 die Seafarer´s Lounge.

Die erste Reaktion damals zeigt, wie notwendig die Betreuung der Kreuzfahrt-Crews ist. Ein Seemann schrieb ins „Logbuch“ der Lounge: „Thank´s for putting a store there in Hamburg passenger terminal, it really helps us filipino seaman to feel very much happy because we know that if there is seaman´s mission you are safe...”

Hamburg verzeichnete 2013 das bisher beste Kreuzschifffahrtsjahr mit 178 Anläufen und 552.459 Passagieren. „Die Anzahl der Mannschaften auf einem Kreuzfahrtschiff lässt sich in etwa danach bestimmen, dass auf zwei bis drei Passagiere ein Crewmitglied kommt“, sagt Oltmanns: „Auch vom Traumschiff führt der Weg der Seeleute zu uns in den Duckdalben.“ Als die Queen Elizabeth längere Zeit in einem Hamburger Dock lag, besuchten die Seeleute dieses Schiffes den Seemannsclub. Sie nutzten hier ihre ungewohnt lange Freizeit, um das zu tun, was an Bord des Traumschiffes nahezu unmöglich ist: Basketball spielen, Barbecue, mit Freunden und Familie entspannt telefonieren.

Oltmanns: „Auch die Crews der Kreuzfahrtschiffe brauchen support of seafarers´ dignity. Denn das Leben hier unterscheidet sich nicht grundsätzlich von dem auf Frachtschiffen. Wer meint, dass auf Luxusschiffen die Arbeit einfacher ist oder gar komfortabel wie die Passage der Gäste, der irrt. So sind die Liegezeiten noch kürzer; dazu kommt eine besondere Situation für Hamburg: Da hier häufig die Passagiere wechseln, bleibt den Mannschaften kaum Zeit zur Erholung oder für wichtige Dinge.“ So betreut Markus Wichmann von der Seafarer´s Lounge die Crew von Mein Schiff 3 schon vor der Taufe am 12. Juni: „ Wir erledigen alles, was die Company nicht tut: Heuer in die Heimat überweisen. Bezahlbare Telefonate, Internetverbindungen. Bei 600 Leuten von den Philippinen und aus Indonesien, dazu die Überweisungen für die Latinos, ist das ein Haufen Arbeit, derer wir mit den gegebenen Mitteln nicht Herr werden können. Um das in Zukunft zu bewerkstelligen, brauchen wir Zuwendungen.“
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