Kostenloses HVV-Ticket für Wohnungslose? - Was sagen die Parteien dazu?

Dieter Kröger und Antje Kröger-Voss haben nachgefragt. "wir haben am 1. November 2014 im Rahmen unserer Initiative für ein 'kostenloses HVV-Ticket für Wohnungslose' die uns als am wichtigsten erscheinenden Parteien in Hamburg angeschrieben."

Die Reaktionen sind hier im Folgenden zusammengefasst:
"Die FDP und Linkspartei haben trotz nochmaliger Nachfrage überhaupt nicht
geantwortet.
Die Grünen antworteten zwar, dass unsere Anfrage an das “zuständige Ressort”
weitergeleitet wurde, welches sich mit uns in Verbindung setzen würde, was
aber nicht passierte.
Die freien Wähler unterstützen unser Forderung – aber sie wollten nicht zur
Wahl antreten.
Die Piraten teilten mit, dass sie sich für einen "fahrscheinlosen ÖPNV"
einsetzten (oft auch als "kostenlosen ÖPNV" bezeichnet) - was aber nicht
ganz der Wahrheit entsprechen würde und begründeten weitere Details. Einige Zeit nach unserer Anfrage, steht auf den Wahlplakaten der Piraten der Spruch "HVV für alle auf Lau". Hier handelt es sich um ein Modell, das in einigen europäischen Städten beispielhaft praktiziert wird und vorgerechnet wird, dass die kostenlose Nahverkehrs-Nutzung ökonomisch und ökologisch Vorteile hat. Auch die Linkspartei hat das Modell schon vorgestellt.
Bis das in Hamburg passiert, fließt aber noch viel Wasser die Elbe runter.
Deshalb ist wichtig, zuerst wenigstens den Wohnungslosen diese Möglichkeit
einzuräumen, wo ebenfalls errechnet wurde, dass es für die Allgemeinheit in
jeder Hinsicht preiswerter ist - siehe Berichte im Anhang.
Für diesen kleinsten ersten Schritt sich einzusetzen, erachten wir als
größer als zuerst nur große Utopien hoch zu halten. Die Forderung für die
Wohnungslosen werden hierbei aktuell konkret nicht unterstützt.

Die SPD antwortete, dass es einen allgemeinen Anspruch von Wohnungslosen auf ein kostenloses HVV-Ticket nicht gibt und auch in absehbarer Zeit nicht
eingeführt werden könne.

Die CDU teilt mit, dass sie Lösungen, die den ÖPNV einzelnen Gruppe komplett
kostenfrei zugänglich machen, derzeit nicht sehen würden. Wohnungslose
könnten durch soziale Beratungsstellen entsprechende Unterstützung in
Anspruch nehmen. Hierzu gibt es eine detaillierte Stellungnahme der Initiative mit der Bewertung, dass diese Unterstützung nichts hilft.

Die Antworten bzw. das Ignorieren dieses Themas durch die Parteien, die sich
zur Wahl stellen, findet die Initiative mehr als enttäuschend.
"Dabei haben wir nicht zuletzt durch die Inhalte der bisher gut recherchierten Presseberichte deutlich machen können, dass es abgesehen von
sozialen Gesichtspunkten allein auch nach wirtschaftlichen Kriterien mehr
als geboten erscheint, diesen geringsten aller Maßnahmen für die am
geringsten Beachteten schlicht und ergreifend Rechnung zu tragen."

Aber auch ansonsten schlägt diesen Menschen auf vielen Ebenen zusätzlich
eine harte Menschenverachtung entgegen: http://taz.de/!153724/
Hamburgs Airport zeigt an - Strafen für Pfandsammler: "Wer Bahnhöfe und
Flughäfen nach Flaschen durchstöbert, wird bestraft. Hamburgs Airport sorgt
sich um die Aufenthaltsqualität und erstattete im Vorjahr 97 Anzeigen."

Kontakt der informellen Initiative „Kostenlose HVV-Tickets für Wohnungslose“

Achtung: Das in den Presseberichten angegebene Spenden-Konto hat sich wie
folgt geändert: Evangelische Bank gG,

IBAN DE 59520604100006416560 BIC GENODEF1EK1

Verwendung: HVV-Fahrkarte

Ja - eine Spende löst das Problem noch nicht - aber schon 5,-- EUR können
sowohl helfen, als auch ein politisches Signal senden.

Wer sich für die detaillierten Stellungnahmen der Parteien bzw. der Initiative "Kostenloses Hvv-Ticket für Wohnungslose" interessiert, kann sich an Dieter Kröger und Antja Kröger-Voss wenden: pog_kroeger@web.de
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.