Kompostwiki statt Laubpuster

Kompostwiki (Foto: Kompostwiki)

Im Herbst stellen sich angesichts des Lärms der Laubpuster sicher wieder viele Menschen die Frage, ob das nicht auch anders geht. Statt das Laub hin und herzupusten bzw. zu fahren, könnte man es einfach vor Ort sinnvoll nutzen. Dies wird häufig aus Unkenntnis abgelehnt. Wir StädterInnen haben einfach nicht viele Erfahrungen mit diesen Dingen. Kompostwiki ist eine Wissensdatenbank. Dort können alle ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit der Herstellung von Kompost einbringen. In der Einführung wird erklärt, warum Kompost interessant ist:

Als Pflanzennährstoff


Kompost ist eine einfache und effektive Möglichkeit, aus organischem Material eigene Komposterde, den besten ökologischen Dünger für Zimmerpflanzen, Balkon, Garten und Feld herzustellen.

Verantwortung für die eigenen Abfälle


Jeder kann so für einen Teil der eigenen Abfälle die Verantwortung übernehmen und an den ökologischen Kreisläufen aktiv mitarbeiten. Das Prinzip von Stoffkreisläufen bzw. dem Bodenorganismus wird sichtbar und verständlich. Außerdem werden die sonst bei der Mülldeponierung in die Atmosphäre entweichenden Gase wie Methan und Kohlendioxid gebunden.

Ressourcen und Geld sparen


Kompostieren der eigenen Abfälle spart Geld, es muss weniger über die Müll-Tonne entsorgt werden (= zu giftigen Müllbergen oder giftigen Emissionen der Verbrennungsanlage werden) und es brauchen keine Düngemittel oder Pflanzenerden gekauft werden.
Damit muss auch kein Liefer-LKW mehr Pflanzenerde von A nach B bringen und es fällt weniger Verpackungsmaterial an.

Für die Bodenverbesserung


Im Garten und auf dem Feld kann die Nutzung von Kompost bei kargen und/oder ausgelaugten Böden entscheidend auf die Fruchtbarkeit und den Wasserhaushalt einwirken. Kombiniert mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung mit Hilfe von Gründüngungen etc wird das Bodenleben aktiviert, die Wasserspeicherfähigkeit deutlich erhöht und der Erosion entgegengewirkt.
Damit wird am Aufbau des Dauerhumus gearbeitet, der später dann das einbringen von fertigem Kompost überflüssig macht. Es wird dann mit der Flächenkompostierung gearbeitet.

Die positive Wirkung von Kompost auf den Boden


fördert den Humusaufbau und damit die Bildung eines stabilen Bodengefüges, wodurch die Gefahr der Verschlämmung und Erosion vermindert wird
fördert das Bodenleben und damit die Bodenfruchtbarkeit
verbessert die Durchlüftung des Bodens.
schwere, tonige Böden werden durchlässiger
erhöht das Wasserhaltevermögen des Bodens, der Boden trocknet weniger schnell aus
fördert die Erwärmung des Bodens wegen seiner dunklen Farbe,
enthält Nährstoffe und Spurenelemente für die Pflanzen, die langsam freigesetzt werden
absorbiert mineralische Nährstoffe und schützt somit vor Nährstoffauswaschung
erhöht die Pflanzenverfügbarkeit schwer löslicher Nährstoffe durch die beim Humusabbau entstehenden Säuren und Ausscheidungen der Bodenlebewesen
erhöht die Widerstandskräfte der gedüngten Pflanzen gegen Schädlinge und Krankheiten

Für wen ist Kompost interessant?


Selbst einen Kompost einzurichten und zu pflegen ist für alle die Pflanzen in der Wohnung, auf dem Balkon oder im Garten haben sehr nützlich!
Abhängig vom Bedarf - für Zimmerpflanzen oder für einen ganzen Garten - sollte die Größe des Komposts angelegt werden. Auch ist es sehr sinnvoll, z.B. für Hausgemeinschaften oder Zusammenschlüsse mehrerer Häuser/Wohneinheiten etc. einen gemeinsamen Kompost anzulegen.

http://www.kompostwiki.de
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