Kommt der Sportpark Diebsteich?

So stellt sich der Sportbund den Sportpark Diebsteich vor. grafik: hsb

Sportbund und Bezirk haben Sportraumkonzept für „Neue Mitte“ erarbeitet

M. Greulich, Altona
Ein Neubaugebiet fast ohne Sportplätze? Was beim Bau der Hafencity passierte, soll sich in Altona möglichst nicht wiederholen. Der Hamburger Sportbund (HSB) hat daher in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Altona ein Sportraumkonzept für die „Neue Mitte“, das Holstenquartier und das Gebiet um den zukünftigen Fernbahnhof Diebsteich vorgestellt. Von den 14.000 neuen Bewohnern werden 5.000 Sport treiben, schätzt der HSB. Die benachbarten Altonaer Vereine haben an dem Konzept mitgearbeitet und ihren Bedarf an Sportflächen errechnet. Der Haken an der Sache: Für zwei der drei Gebiete kommt der Plan der Sportler eigentlich zu spät. In der „Mitte Altona I“ wird bereits gebaut, ohne das größere neue Sportflächen zu sehen sind. Und „in dem hochpreisigen Entwicklungsgebiet der ehemaligen Holstenbrauerei wird eine Mitfinanzierung von sozialen Einrichtungen im Einklang mit den renditeorientierten Investmentgesellschaften schwierig umsetzbar sein“, heißt es in dem HSB-Papier nüchtern. 
Bleibt noch das Gelände am Diebsteich („Mitte Altona II“), wo es bereits einige Sportplätze gibt. Dort möchten HSB und Bezirksamt den „Sportpark Diebsteich“ schaffen. Darin enthalten: ein Fußballstadion für die Regionalliga mit 4.000 Plätzen, das Altona 93 nutzen möchte.
Zuletzt hatte der AFC, der das Gelände der Adolf-Jäger-Kampfbahnfür den Wohnungsbau verkauft hat, die von der Stadt geforderten 2,631 Millionen Euro für eine Langzeitpacht und Umbauarbeiten an der Memellandallee abgelehnt (das Elbe Wochenblatt berichtete). Es scheint so, als würde der Umzug von der Griegstraße zum Diebsteich also doch noch kommen.
Inter Hamburg, Union 03, Blau-Weiß Ellas, Altonaer Turnverband, Altona 93, Eimsbütteler Turnverband, Gehörlosen SV, FC Hamburger Berg und der HFC Falke wollen den Sportpark nutzen. Der benachbarte SC Teutonia 10 hat „keine Pläne, sich durch ein Sportangebot im ,Sportpark Diebsteich’ zu vergrößern, so der zweite Vorsitzende Tim Heicks.

„Dreifeldhalle in der Haubachstraße nötig“


Das Sportraumkonzept begrüßt Teutonia 10 ausdrücklich: „Insbesondere die geforderte Dreifachhalle neben der Haubachhalle sollte unbedingt umgesetzt werden, auch wenn die Schulbehörde nur auf einen Bedarf von zwei Hallenfeldern gekommen ist“, so Heicks. Heicks weiter: „Wir haben große Bedenken, dass sich andernfalls die Hallensituation für den Breitensport nach Fertigstellung der Neubaugebiete dramatisch zuspitzen wird.“
Mit den Abteilungen Karate, Capoeira, Tan Tien Tschüan und Handball sei Teutonia 10 auf Hallenzeiten im Stadtteil angewiesen. Das gilt im Winter auch für die Jugendfußballabteilung. Im vergangenen Winter konnten einige Mannschaften aufgrund fehlender Hallenzeiten nur alle zwei Wochen trainieren.
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