Klare Entscheidung:  kein Strandweg

Bürger im Bezirk Altona haben abgestimmt: Der Strand bleibt, wie er ist. Foto: Borkowski

Bezirk Altona: Die Mehrheit der Bürger will, dass der Elbstrand so erhalten bleibt, wie er ist

Karin Istel, Oevelgönne
Zwei Tage lang wurde im Bezirksamt Altona ausgezählt. Am Sonntag gegen 17.05 Uhr stand das Ergebnis fest: 79,83 Prozent der Abstimmungsberechtigten erteilten einem Rad- und Fußweg über den Elbstrand eine Absage. Der Strand zwischen Museumshafen und Hans-Leip-Ufer an Schröders Elbpark bleibt so, wie er ist. Wie viele Leute konnten
abstimmen?
Stimmberechtigt waren 201.667 Bewohner ab 16 Jahren des Bezirks Altona. Davon haben sich 81.326 Personen an der Abstimmung beteiligt (40,33 Prozent).

Wie sieht das Ergebnis aus?
Für die Vorlage „Elbstrand retten!“, die keinen Weg über den Strand wollte, stimmten insgesamt 62.541 Personen (79,38 Prozent).
Für die Vorlage von „Elbstrandweg für alle“, die einen Fuß-und Radweg vorsah, sprachen sich 21.000 Personen aus (28,79 Prozent). Die Stichfrage, welches der beiden Anliegen eher gelten soll, wurde nicht mehr ausgezählt. Diese Frage wäre entscheidend gewesen, wenn jeder der beiden Vorschläge mehr als 50 Prozent Zustimmung bekommen hätte.

Welche Auswirkungen
hat das Ergebnis?
„Wir haben nun den klar erklärten Willen der Altonaer, den Elbstrand bei Övelgönne so zu belassen wie er ist und werden dies nun auch politisch so umsetzen“, kommentierte Thomas Adrian, Chef der Altonaer SPD-Fraktion. Zuvor hatte die rot-grünen Koalition in der Bezirksversammlung sich für den Radweg am Elbstrand starkgemacht.
„Das ist die totale Klatsche für Rot-Grün nach 20 Jahren Diskussion, ob ein Radweg in Övelgönne ohne Verletzung des Restnaturstrandes möglich ist“, sagt Sven Hielscher, Stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bezirksfraktion Altona. 

Wie wurde das Ergebnis
beurteilt?
„Wir hatten nicht erwartet, dass wir so erfolgreich sein würden. Wir freuen uns sehr, dass der Weg nun vom Tisch ist“, so Christiane Petersen, Sprecherin der Initiative „Elbstrand retten!“.
Samina Mir, Sprecherin der unterlegenen Initiative „Elbstrandweg für alle“: „Wir​ ​danken​ ​allen​ ​Mitstreitern​ ​für​ ​die​ Unterstützung.“ Die Initiative löst sich jetzt nicht auf, sondern will sich weiter für Radwege im Westen der Stadt einsetzen.
Ins gleiche Horn stößt Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke: „Ein Senat, der das Radfahren fördern will, muss für die Menschen aus dem Hamburger Westen attraktive Radverbindungen schaffen.“
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