Kitas streiten nun doch nicht

Jetzt dürfen sie ihn doch benutzen: Anna Leisner (l.) und Maya Pishdad von „Mien Lüttjenwelt“ mit Marli (1), Elliot, Samira und Florie (alle 3, v. l.) vor dem Spielplatz Celsiusweg. Foto: cvs

Celsiusweg: Angebliche Nutzungsregelung des neu eröffneten Spielplatzes sorgte zunächst für Ärger

Von Christopher von Savigny. So hatte sich das Anna Leisner nicht vorgestellt: Als die Leiterin der Kita „Mien Lüttjenwelt“ (Bahrenfelder Steindamm) mit ihren Kindern den neu eröffneten Spielplatz im Celsiusweg besuchen wollte, standen sie plötzlich vor verschlossenen Türen.
Verantwortlich soll die ebenfalls erst Anfang des Jahres in Betrieb gegangene Kindertagesstätte des Trägers „Apoidea“ (165 Plätze) gewesen sein, die gegenüber des Spielplatzes im Neubaukomplex „Stahltwiete“ untergekommen ist. „Dort hat man uns mitgeteilt, dass wir den Spielplatz oder zumindest den Kleinkinderbereich erst ab 14 Uhr nutzen könnten, weil er vormittags für sie selbst reserviert sei.“

Drei Trampoline und ein „Wasser-Matsch-Bereich“

Hintergrund soll eine Finanzspritze von Apoidea für den vom Bezirksamt runderneuerten Spielplatz sein. „Ich habe noch nie davon gehört, dass man sich das Nutzungsrecht für einen Spielplatz erkaufen kann“, ärgert sich Leisner. Die Kita „Mien Lüttjenwelt“ habe selbst kaum Außenflächen. „Wir haben uns sehr auf den neuen Spielplatz gefreut! Besuchsmöglichkeiten am Nachmittag bringt uns gar nichts, da unsere Kernzeit vormittags liegt.“
Der Spielplatz Celsiusweg war seit Juli vergangenen Jahres für rund 250.000 Euro neu gestaltet worden. Das 2.735 Quadratmeter große Areal verfügt über zwei Spielbereiche mit Schaukel, Kletterparcours und Spielturm, eine Sportfläche mit drei Trampolinen und einer Tischtennisplatte sowie über einen „Wasser-Matsch-Bereich“ für jüngere Kinder. Dieser ist durch einen Zaun vom Rest des Geländes abgetrennt. Allerdings nur aus Sicherheitsgründen, wie Matthias Wollmann von der Abteilung Stadtgrün (Bezirksamt Altona) klarstellt: „Ein öffentlicher Spielplatz ist immer öffentlich. Es gibt keine Exklusivrechte, das ist Quatsch!“
Auch die Pressevertreterin von „Apoidea“, Jennifer Hildebrandt, spricht von einem Missverständnis. „Das wurde leider falsch weitergegeben. Selbstverständlich ist der Spielplatz jederzeit und für jeden zugänglich.“ Die Kita Celsiusweg sei an der Modernisierungsplanung beteiligt gewesen. „Weil wir selbst keine Außenflächen haben, sind wir auf den Spielplatz angewiesen. Dafür zahlen wir eine monatliche Unterhaltsgebühr an den Bezirk“, so Hilde-brandt.
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