KInder hinter Gittern?

Alle Bäume weg - und ein großer Zaun hin. Die Ecke Friedensallee /Bahrenfelder Kirchenweg verändert sich.

Kleine Grünfläche wurde gerodet und mit Zaun umgeben.

Bauarbeiten an der Ecke Friedensallee und Bahrenfelder Kirchenweg. Die kleine Grünfläche verschwindet. Vier Bäume, die hier standen und jedes Frühjahr rosa blühten, wurden radikal gerodet. Unmöglich findet das Anwohner Ludwig Evert, der seit mehr als 50 Jahren im Viertel lebt. Er fragt sich: „Wie ist das möglich? Wer hat das erlaubt?“
Das Wochenblatt hat im Bezirksamt nachgefragt. Die Antwort: Der Antrag zur Rodung der Zierkirschen sei ordnungsgemäß gestellt und eine entsprechende Erlaubnis erteilt worden. Kerstin Godenschwege, Sprecherin des Bezirksamts: „Die Fällungen wurden im Zusammenhang mit der Errichtung eines neuen Außenspielgeländes für den genehmigten Kindergarten erforderlich und zugelassen, da die Gehölze baubehindernd waren. Als Ersatz wird eine Abpflanzung des Zaunes stattfinden und ein neuer Obstbaum in diesem Bereich gepflanzt.“
Das kleine grüne Dreieck, eine private Fläche, wird also Spielplatz der Kunst-Kita im Erdgeschoss des Hauses Friedensallee 91. Evert meint dazu: „Gerade gegenüber, auf der anderen Straßenseite, ist der Spielplatz am Hermes-Hochhaus. Der ist sehr beliebt. Warum wird der nicht einfach genutzt? Das wäre doch möglich.“
Allerdings ist dieser öffentliche Spielplatz nach allen Seiten hin offen. Die Fläche vor dem Kindergarten Friedensallee 91 wird dagegen „kindersicher“ gemacht – mit einem mannshohen grünen Zaun. Schön ist der nicht. Naturnah wirkt das auch nicht. Und gesund ist dieser Außenspielbereich sicher auch nicht. Ludwig Evert: „Das wird doch ein Kinderzoo! Und das an einer so vielbefahrenen Ecke mit einer Ampel. Da ist doch alles voller Abgase!“
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