Kind fast ertrunken - Verfahren eingestellt.

Die Angeklagte Melanie S. betritt, gefolgt von ihrem Anwalt und einem Zeugen, den Gerichtssaal.
Gegen die Zahlung eines Schmerzensgeldes von 2.000 Euro ist das Verfahren gegen Nils M. (59) und Melanie Sch. (23), Betreuer des „Kinderspassvereins“, eingestellt worden. Das Geld geht an den heute siebenjährigen Robert L.
Die beiden Betreuer hatten am 4. Juli vor zwei Jahren nicht bemerkt, dass sich der damals Fünfjährige aus ihrer Gruppe entfernt und auf den Weg zum Schwimmerbecken gemacht hatte. Dort ging er unter.
Hätte nicht ein anderes Kind Bademeister Djawid Rihayi darauf aufmerksam gemacht, dass ein Junge am Beckengrund lag, wäre Robert L. heute tot. Aber so konnte der Bademeister das Kind wiederbeleben. Es wird keine bleibenden Schäden davontragen.
Die beiden Angeklagten hatten während der Verhandlung versucht, die Schuld dem jeweils anderen in die Schuhe zu schieben. Die gegenseitige Abneigung war ihnen am Gesicht abzulesen. Vor allem Nils O. blieb geradezu ver-
stockt bei seiner Darstellung, er habe keine Verantwortung für Robert gehabt.
Dennis K. aus dem Vorstand des Kinderspassvereins wurde als Zeuge gehört. Er deckte die Trainer und seinen Verein: „Das war ein tragischer Unfall.“ Vorher hatte er noch unterstellt, das Kind sei schuld, weil es sich entgegen der Regeln von der Gruppe entfernt habe.
Der Kinderspassverein organisiert Betreuung, Unterhaltung und sportliche Aktivitäten für Kinder in den Schulferien.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.