Keine Angst vor der Riesenbaustelle!

Stau voraus! Die Autobahn A7 wird voraussichtlich zehn Jahre lang zwischen Elbtunnel und der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein ausgebaut und streckenweise überdeckelt.

Oder doch? Ausbau der Autobahn A7 wird örtliche Unternehmen beeinträchtigen.

„Der Ausbau der Autobahn A7 - Was bedeutet das für Ihr Unternehmen in Altona?“ Unter diesem Motto hatten Handelskammer und Handwerkskammer Unternehmer aus Altona zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.
Warum? Weil noch in diesem Jahr die Arbeiten für den achtstreifigen – bei Bahrenfeld/Othmarschen zehnstreifigen – Ausbau der A7 starten. Insgesamt sind zehn Jahre Bauzeit vorgesehen, um die vielbefahrensten Autobahnkilometer Deutschlands (152.000 Fahrzeuge pro Tag, Prognose 250.000) zu ent-lasten Dass das für Unternehmen in Hamburgs Westen nichts Gutes bedeutet, kann man ahnen: Beeinträchtigungen des Lieferverkehrs, Kunden und Mitarbeiter haben Schwierigkeiten die Firmen zu erreichen.
Was erwarteten die Unternehmer von dieser Veranstaltung? Antworten auf die Frage: Wie kann man sich auf die Folgen der Bauarbeiten einstellen?
Bekamen sie die? Nur bedingt.
Wer war vor Ort, um zu informieren?
Von der Bauplanungsgesellschaft DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanung und - bau GmbH) Bernd Grothe, technischer Prokurst und der von der Stadt extra für den Ausbau der A7 beauftragte Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs.
Zehn Jahre Bauzeit - bedeutet das zehn Jahre Stau?
Für Lkw-Fahrer: ein klares Ja. Ein Möbelhaus an der A7 hat seine Anlieferungen deswegen für die Bauzeit auf die Nacht von 22 Uhr bis 5 Uhr verlegt. Für Pkw-Fahrer: „Das wird nicht spurlos an uns vorübergehen“ (Fuchs) Allerdings: Es sei noch nie ein so großes Maßnahmenpaket geschnürt worden um den Verkehr flüssig zu halten.
Das wären?
Beispielsweise Fahrbahnverbreiterungen, damit die Anzahl der Spuren – wenn auch schmaler – erhalten bleibt, wenn an der Gegenfahrbahn gebaut wird. Neue Signalanlagen. Umfassende Infos über das Internet, Einspeisung in Navis. Es wird eine „A7-App“ geben.
Wie wird es direkt vor Ort in Altona, also im Streckenabschnitt Bahrenfeld/Othmarschen? Und wann gehts hier los?
Noch nicht klar. Es ist noch nicht darüber entschieden, wie lang der überdeckelte Teil des Altonaer Autobahnabschnitts wird (maximal 3.570 Meter), deshalb besteht noch kein Planrecht. Baubeginn hier frühestens 2019.
Tipps für Unternehmen, die auf die A7 angewiesen sind?
So wenig und vage, dass es geradezu absurd wirkt: Öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Autos auf P+R Plätzen weit draußen im Umland abstellen. Arbeitsstellen soweit es geht ortsunabhängig per Netzwerk einrichten, damit die Mitarbeiter nicht fahren müssen. Arbeitszeiten verändern, um Stoßzeiten zu vermeiden.
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