Kein Platz für Fußgänger

Anwohner Peter Wulf ärgert sich über schräg parkende Autos in der Harkortstraße. Foto: cvs

Bauarbeiten an der Neuen Mitte: Ärger mit Gehwegparkern

Ch. v. Savigny, Altona 

Geparkt wird kreuz und quer: In der Einfahrt, vor dem Hauseingang – mal schräg zur Straße und mit den Vorderrädern auf dem Bürgersteig, mal mitten auf dem Grünstreifen. Seit dem Beginn der Bauarbeiten an der Neuen Mitte Altona im Herbst 2014 hat sich die Verkehrssituation in der Harkortstraße deutlich verschlechtert. Insbesondere Fußgänger und Radfahrer ärgern sich über Wildparker, die ihnen den Weg verstellen. „Erst vor kurzem hat sich hier eine Frau mit ihrem Rad auf die Nase gelegt“, sagt Anwohner Peter Wulf. „Was mich besonders ankotzt: Die Mitte Altona soll ja behindertengerecht werden. Aber solange hier gebaut wird wird, ist davon überhaupt nichts zu sehen!“ Derzeit ist praktisch die gesamte Westseite der Harkortstraße mit Fahrzeugen und Baumaterial zugestellt. Fußgänger müssen entweder Schlangenlinien laufen oder am besten gleich die Straßenseite wechseln. An einzelnen Abschnitten wurden zwar Halteverbotsschilder aufgestellt – allerdings scheinen viele Bauleute diese Flächen als „Sonderparkplatz“ für ihre eigenen Autos zu betrachten.

 „Darum kümmern wir uns“, sagt der Polizeibeamte

„Das ist eigentlich nicht Sinn der Sache“, sagt Andreas Pickhard, Polizeibeamter im Revier Mörkenstraße. „Wir haben die Schilder dort aufgestellt, damit sich die Situation etwas entspannt. Zum Teil hat das auch geklappt. Aber die beteiligten Firmen sind angehalten, auf dem Baugelände zu parken.“Und was tut die Polizei gegen Falschparker? „Darum kümmern wir uns“, sagt Pickhard.
Auch Wagen mit ausländischem Kennzeichen würden rigoros abgeschleppt. „Wenn man sein Fahrzeug wiederhaben will, muss man Bargeld auf den Tisch legen“, sagt er. Anwohner Peter Wulf hat jedoch etwas anderes beobachtet: „Ausländische Pkw und Lieferwagen, oft mit osteuropäischem Nummernschild, parken dort ungestraft. Die Polizei hat offenbar keine Lust, sich viel Mühe zu machen.“Laut Polizei gibt es in der Harkortstraße nach wie vor einen bürgernahen Beamten („Bünabe“), der ab und zu nach dem Rechten sieht. „Es handelt sich um eine Kollegin, die relativ neu dabei ist“, so Pickhard. Im Moment sei die Beamtin noch in der Einarbeitung. „Daher kann es sein, dass man sie am Anfang noch nicht so viel zu Gesicht bekommt.“
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Kai Dirksen aus Eimsbüttel | 31.07.2017 | 12:03  
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