Kein Geld für Straßenkunst?

Seltsame Gestalten, verzauberte Atmosphäre - STAMP macht die Große Bergstraße und Ihre Umgebung zu einem Zauberreich der Straßenkunst. (Foto: altonale)

Am Freitag wird entschieden, ob Altonas STAMP-Festival ausfallen muss

Fällt STAMP dieses Jahr aus? Wird das Straßenkunstfestival vielleicht sogar nie wieder in der gewohnten Form über die (Straßen-)Bühne gehen?
Das jährliche Internationale Festival der Straßenkünste sollte Ende August zum dritten Mal in Altona-Altstadt gefeiert werden. Doch jetzt hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) plötzlich einen Rückzieher gemacht. 60.000 Euro, die in Aussicht gestellt waren, kommen nicht. Damit brechen weitere 40.000 Euro weg, die die Bezirksversammlung Altona dem Festival zugesagt hatte. Denn dieses Geld war an eine Bedingung geknüpft: Es fließt nur, wenn die Behörde die versprochenen 60.000 Euro zahlt.
In zwei Tagen entscheiden die Verantwortlichend der Altonale GmbH, ob STAMP dieses Jahr ausfallen muss. Das wäre eine Hiobsbotschaft für viele Künstler aus aller Welt, die sich schon seit Monaten vorbereiten, Kostüme kreieren, Programme und Cho-reographien entwickeln und zum Teil schon ihre Reise gebucht haben.
200.000 Euro kostet das Festival. Gut angelegt, meint Wolfgang Molitor von der CDU:„Bei 200.000 Besuchern lockt jeder Euro einen Besucher nach Altona in die Große Bergstraße.“
Stefan Krappa von der SPD und Gesche Boehlich von den Grünen verbreiten Hoffnung: Man habe eine Zusage aus der BSU, dass ein neuer, projektbezogener Antrag Aussichten auf Erfolg habe. „Es gibt eine Chance, dass es klappt.“
Manfred Pakusius, Leiter der Altonale, die STAMP betreut, weiß, dass es jetzt rasend schnell gehen muss mit dem neuen Antrag. Unterstützung aus Politik und Verwaltung hat er. Er sagt: „Die Schlacht ist noch nicht verloren. Wir kämpfen noch bis Freitag, aber dann muss die Kuh vom Eis sein.“
Stamp habe jedes Jahr mit Geldnot zu kämpfen. „Überall sind Lücken, überall regnets rein“, sagt Pakusius. Darum werde jetzt auch überlegt, Grundsätzliches zu ändern. STAMP soll künftig, um Geld zu sparen, auf den eigenen Termin im Herbst verzichten, und in die Altonale eingegliedert werden, die tradtionell im Juni gefeiert wird. Ironie des Schicksals: Damit würde das Festival wieder zu seinen Anfängen zurückkehren. Bevor sie selbstständig wurden, waren die Straßenkünstler nämlich als Spaßparade Teil der Altonale.
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