Kein Cop4you in Altona

Gehwege werden komplett zugeparkt, selbst gelb markierte Sperrzonen werden ignoriert. Für Menschen mit Behinderung ist hier Endstation. Harkortstraße.
Es wird immer gefährlicher die Harkortstraße in Altona-Nord zu benutzen, besonders für Menschen mit Behinderung. Die Gehwege werden ohne Absicherung mit Bauzäunen gesperrt. Man muss im Zickzackkurs die Straße überqueren, da die Fußwege mit Fahrzeugen blockiert sind. Parkverbote und sogar Halteverbote werden ignoriert, Sperrzonen und Feuerwehreinfahrten mit Transportfahrzeugen zugestellt. LKWs der Holsten-Brauerei parken auf der Fahrbahn. Die Fahrer lagern auch oft nachts mit ihren Fahrzeugen an und auf der Straße. Betonmischer, LKW-Kipper und Lieferanten frequentieren im Minutentakt schlecht gesicherte Ein- und Ausfahrten der Baustellen. Kindergartengruppen müssen die Straßenseite wechseln und die Fahrbahn überqueren, weil Bauarbeiter selbständig und ohne Absprache mit der Polizei die Fußwege sperren, oder neue Baustellen-Einfahrten eröffnen. Eine Rollstuhlfahrerin war gezwungen, auf halben Weg umzukehren, der Gehweg wurde zu eng. Ein blinder Herr verlor die Orientierung, weil der Fußweg mit Transportfahrzeugen versperrt war. Radfahrer meiden oft die Fahrbahn, denn es ist zu gefährlich zwischen den haltenden LKWs und den Baustellenfahrzeugen, sie müssen auf den engen Fußweg ausweichen.

Da ich hier seit Beginn der Bauarbeiten für die „Neue Mitte Altona“ keine Fußstreife der Polizei mehr gesehen habe, rief ich die zuständige Wache an und beklagte die Parksituation. Mir wurde mitgeteilt, dass leider die Kapazitäten der Polizei für eine Fußstreife nicht mehr ausreichen. Komisch nur, dass letztes Jahr in der Zeitschrift „Klönschnack“ ein mehrseitiger Bericht über Altonaer Stadtteilpolizisten war. Der Titel: „Der Cop4you in Altona“ In Altona sollen 9 Bürgernahe Beamte täglich unterwegs sein, wurde da berichtet. Warum nicht in der Harkortstraße? Die Feuerwehr hatte am 12. Mai „Probefahrten“ durch Altona und Ottensen vorgenommen, mit großer Unterstützung der Polizei. Dabei gab es Probleme mit den Einsatzfahrzeugen durch die Straßen zu kommen. Knöllchen wurden verteilt und abgeschleppt, aber nicht in der Harkortstraße.

So wie es sich hier darstellt, hat die Politik den Investoren der „Neue Mitte Altona“ das Feld überlassen. Die dürfen jetzt fast alles, nicht nur Gehwege zuparken und sperren - sogar Bäume fällen, ohne eine Genehmigung einzuholen, wie mir bei einem Telefonat mit dem Umweltamt mitgeteilt wurde. „Es werden ja neue Bäume gepflanzt.“ Aber wo konnte mir keiner sagen. Auch das Quartiersmanagement ist anscheinen mit der Situation überfordert. „Das Quartiersmanagement bildet die Schnittstelle zwischen Bewohnern, der Stadt Hamburg und den Eigentümern und Entwicklern der Flächen.“ ( http://quartier-mittealtona.de/ ) Ich hatte dort schon letztes Jahr die prekäre Parksituation angesprochen, leider ohne Erfolg.
Man kann nur hoffen und beten, dass nichts passiert.
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