Jessenquartier: Neue Wohnungen, wo das Jugendamt war

So solls werden, das neue Jessen-Quartier. (Foto: pr)
Von Reinhard Schwarz. Neubau mit Schönheitsfehlern? Am Mittwoch vergangener Woche feierten Bauherren und Bezirksvertreter das Richtfest für das neue Jessen-Quartier zwischen Jessen- und Mörkenstraße. Hier stand früher das Altonaer Jugendamt. 162 Mieter werden voraussichtlich ab März 2012 hier einziehen können, zu Preisen um 10,60 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Frank Gedaschko, Hamburg-Chef der cds Wohnbau, zufolge ist dieser Preis „auch für geringere Einkommen bezahlbar“.
Anwohner kritisieren derweil, dass für 162 Mietparteien nur 99 unterirdische Stellplätze zur Verfügung stehen werden. Das sei zu wenig, zumal in einem Viertel, das jetzt schon Parkprobleme hat und ab 2013 mit einem weiteren Pkw-Ansturm rechnen muss, weil dann Ikea eröffnet.
Der Platz habe nicht für mehr Stellplätze ausgereicht, argumentiert Frank Gedaschko, Hamburg-Chef des Bauherrn cds Wohnbau: „Die Gesamtfläche des Neubaus beträgt rund 5.000 Quadratmeter, mehr als 99 Stellplätze waren da nicht möglich.“ Immerhin seien im Keller 50 Parkplätze für Fahrräder vorgesehen.
Anwohner kritisieren weiterhin, dass für den Neubau zahlreiche Bäume abgeholzt wurden. Sie fragen, wie es sich mit Neuanpflanzungen verhält. Gedaschko: „Es mussten Bäume entfernt werden, aber nur eine geringe Anzahl.“ Nach Auskunft eines weiteren cds-Mitarbeiters sollen an der „Spitze Mörkenstraße/Jessenstraße“ drei neue Bäume gepflanzt werden. Im Innenhof sei hauptsächlich Buschwerk entfernt worden, dort sollen zwei große Bäume gepflanzt werden. Am Straßenrand wird es keine Bäume geben, da dort der Neubau bis dicht an die Straße heranreicht „Diese Blockrandbebauung war politisch gewollt“, erklärte ein cds-Mitarbeiter.
Zu dem Richtfest waren Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose gekommen und Michael Sachs, Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Sachs, der früher als Vorständler von Saga/GWG in einem Hochhaus an der Großen Bergstraße residierte: „Damals habe ich oft auf die gelben Verwaltungsgebäude geschaut und gedacht: Hier müsste man mal bauen.“
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1 Kommentar
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Christiane Handke-Schuller aus Altona | 01.11.2011 | 14:38  
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