Jede Menge Neuigkeiten aus dem Altonaer Museum

Aus einem der Kinospots zum Altonaer Museum: Vergangenheit und Gegenwart auf einem Bild – rauchende Fabrikschlote von früher neben dem modernen Dockland-Gebäude von heute. (Foto: Mädchenfilm)
 
Im schönen, bisher viel zu wenig genutzten Innenhof des Altonaer Museums wird man künftig einen Kaffee trinken und etwas essen können. (Foto: SKA Sybille Kramer Architekten)

Fest am Sonnabend, Sanierung beginnt Anfang 2015, neue Gastronomie geplant, sechs Kinospots werden ausgestrahlt.

Von Martin Ludwig/ Christiane Handke.

Das Altonaer Museum öffnet sich nach außen. Im Zuge der geplanten Modernisierung und Sanierung bekommt es unter anderem eine neue, attraktive Gastronomie, zu der man direkt von der Straße Zugang hat. Ferner wird das Museum – und besonders seine Ausstellung zum 350-jährigen Bestehen Altonas – ein Jahr lang mit sechs originellen Spots in Hamburger Kinos vorgestellt.

Das ursprüngliche Museumscafé im zweiten Obergeschoss wurde nach einer Instandsetzung im vergangenen Jahr aus Brandschutzgründen nicht wieder neu eingerichtet. Von Stammgästen sehr geliebt, weinte sonst wohl niemand der „Vierländer Kate“ eine Träne nach. Sie lag dunkel und versteckt, man musste fürs Museum Eintritt zahlen, um dort zu speisen, und ihr Charme stammte, ob bewusst oder unbewusst, aus längst vergangenen Tagen.
Auf Antrag der SPD-Fraktion stellt die Hamburger Bürgerschaft dem Museum nun 800.000 Euro aus dem Sanierungsfond für den Umbau zur Verfügung. Die Sanierung soll Anfang 2015 beginnen und nimmt neun bis zwölf Monate in Anspruch. Zwei ehemalige Ausstellungsräume werden als Gasträume mit direktem Durchgang zum Galionsfigurensaal hergerichtet. Auch der Innenhof wird schick. Der verwitterte Platz mit dem großen Anker in der Mitte erhält neue Pflasterung, Außensitzplätze und Zugang von der Braunschweiger Straße.
Mit einer eigenen Kinokampagne schlägt das Altonaer Museum ganz neue Wege ein. Die Kampagne begleitet für ein Jahr die Ausstellung „350 Jahre Altona. Von der Verleihung der Stadtrechte bis zur Neuen Mitte (1664–2014)“. In Zusammenarbeit mit Medienunternehmen aus Altona entstanden sechs Kinospots. Die von der Altonaer „Mädchenfilm“ produzierten Spots zeigen stadtteiltypische Orte, unter anderem den Fischmarkt, den Bahnhof oder den Platz um die St. Trinitatis Kirche. Zu Beginn erscheint das jeweils aktuelle Stadtbild mit Szenen und Geräuschen von heute. Wie von Zauberhand verwandeln sich Bild und Sound, und der Zuschauer wird quasi per Zeitmaschine in die Vergangenheit gesaugt. Zum Schluss ein Perspektivenwechsel: Zu sehen ist die nun eingerahmte, historische Altonaer Szene, wie sie als Bild von Museumsbesuchern betrachtet wird.
Die Spots werden im vierwöchigen Rythmus in regionalen Filmtheatern ausgestrahlt, zurzeit noch der Kinospot „Altonia“ nach und mit dem Gemälde von Otto Markus.

Museumsfest
Zahle, was es dir wert ist! Das ist das Motto des Festes „Eine Nacht im Museum“ mit viel Programm und ganz besonderen Licht-Installationen, zu dem das Altonaer Museum an seinem 151. Geburtstag einlädt. Sonnabend, 11. Oktober, von 17 bis 24 Uhr, Museumstraße 23.

Programm

17-19 Uhr: Vorstellung verschiedener Projekte
17-21 Uhr: Sütterlin, kleines Sütterlin-Diplom
Ab 17.30 Uhr immer um halb: Führung durch die Highlights der Ausstellung
„350 Jahre Altona“

17.30 Uhr: Galionsfigurensaal: Gründung der „Wolfgang und Gisela Vacano-Altona-Stiftung“, die den Bestand des Altonaer Stadtarchivs an das Museum überführt.

19-20 Uhr: Vortrag: Das neue Altona
20-22 Uhr: Altonia-Jazzband
20 und 21 Uhr: Wolkentheater Eidophusikon
20 Uhr Tagtool Painting und Musik mit wallpost
21 Uhr: Sven Amtsberg und Michael Weins: Die Wahrheit über Altona
17-24 Uhr: Café Saltkrokan

Der Kinderolymp ist bis 18 Uhr geöffnet.
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