Initiative "Haltestelle Gerichtstraße zurück": Die lassen nicht locker!

Vergangene Woche auf dem Gehweg vor dem Amtsgericht Altona: eine Aktion der Initiative „Haltestelle Gerichtstraße zurück“. (Foto: Daniel Nide)

Anwohner fordern seit über einem Jahr die Rückverlegung der Bushaltestelle Gerichtstraße.

Nicht locker lassen! Das ist die Devise der Initiative „Haltestelle Gerichtstraße zurück!“.
Seit mehr als einem Jahr demonstriert sie in kleineren und größeren Grüppchen immer mittwochsnachmittags an der ehemaligen Bushaltestelle „Gerichtstraße“ an der Max-Brauer-Allee direkt vor dem Amtsgericht Altona. Ihr Anliegen: Die Haltestelle, die im Sommer vergangenen Jahres 350 Meter weiter nach Süden verlegt wurde, soll wieder an ihren angestammten Platz.
Dabei zeigt die Ini Stehvermögen und Durchhaltekraft. Wer in den Behörden geglaubt hat, man könne das Problem aussitzen, bis die Bürger die Lust am Protestieren verloren haben, hat sich verrechnet: Das scheint mit dieser Gruppe nicht zu funktionieren.
Im Gegenteil: Am vergangenen Mittwoch waren es knapp 100 Leute, die sich auf dem Gehweg vor dem Amtsgericht drängten, darunter Eltern mit Kindern, Alte und Gehbehinderte.
Gehbehinderte, Kinder und alte Menschen betroffen
Alte, Kinder und Gehbehinderte haben nach Meinung der Ini unter der Verlegung der Haltestelle am meisten zu leiden. Die Argumente: 1. An der neuen Haltestelle ist es viel schwieriger, die breite Max-Brauer-Allee sicher zu überqueren. 2. Die Haltestelle liegt direkt am Gymnasium Allee – besonders zu Unterrichtsbeginn und -ende ist die Situation wegen der vielen Kinder unübersichtlich und gefährlich. 3. Die neue Haltestelle ist nun so nah an den Bahnhof gerückt, dass sich die Busfahrt dorthin für Anlieger aus dem dichtbesiedelten Gerichtsviertel gar nicht mehr lohnt: „Da kann man ja gleich zu Fuß gehen“. Genau das können Alte und Gehbehinderte aber nicht.
Bisher rührt sich in den zuständigen Behörden wenig, obwohl die Bezirkspolitik der Ini mit einem Beschluss den Rück-en gestärkt hat. Einen Hoffnungsschimmer haben die Protestler; sie sind zum zuständigen Staatsrat in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation vorgedrungen und haben mit ihm gesprochen.
Hat das Treffen was gebracht? Die Frage des Wochenblatts wird von der Sprecherin der Behörde zurückhaltend beantwortet: „Staatsrat Rieckhof hatte ein Gespräch mit der Initiative, in dem die Standpunkte ausgetauscht worden sind. Sie fließen in die weitere Planung ein.“
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