In 5.895 Metern Höhe Geburtstag gefeiert

Geschafft! Henning Wolf und Wilhelm Herdering (2. und 3. v. l. oben) auf dem Uhuru-Peak, dem höchsten Punkt des Kilimanjaro. Fünfte von links ist Verena Bentele, blinde Paralympics-Siegerin im Biathlon. Allein für die neunköpfige Gruppe, zu der die beiden Bahrenfelder gehörten, waren 32 Helfer im Einsatz, unter anderem Träger, Führer und Köche. (Foto: pr)
 
Tausende von Touristen versuchen in jedem Jahr, den Kilmanjaro zu besteigen - nur die Hälfte von ihnen schafft es auf den Gipfel. (Foto: Herdering)

Zwei Bahrenfelder, 64 und 61 Jahre alt, auf dem Gipfel des Kilimanjaro in Tansania

Weit weg von zu Hause und ziemlich spektakulär hat ein Bahrenfelder seinen 64. Geburtstag gefeiert: Henning Wolf befand sich am Stichtag, 21. Februar, in 5. 895 Meter Höhe, auf dem Kilimanjaro in Tansania. An seiner Seite: sein Nachbar und langjähriger (Sports-) Freund, Dr. Wilhelm Herdering, mit 61 Jahren auch nicht mehr der Jüngste.
Um Mitternacht waren sie von dem in 4.600 Meter gelegenen Zeltlager in die dünne Luft des Gipfels gestartet, gegen 7 Uhr kamen sie mit der von einem Tiroler und afrikanischen Bergführern begleiteten neunköpfigen Gruppe oben an.
Die Schwierigkeiten des „Kili“ werden oft unterschätzt. Während die ersten Tage des Aufstiegs quasi in Turnschuhen bewältigt werden können, ist die Gipfelbesteigung extrem antrengend und führt an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit. Die sauerstoffarme Luft verursacht Kopfschmerzen, Übelkeit, Atem- und Kraftlosigkeit. Viele Gipfelstürmer geben auf; jedes Jahr sterben Menschen an den Folgen der Höhenkrankheit.
Das schreckte die beiden Bahrenfelder nicht, die sich in den frühen neunziger Jahren als Reihenhaus-Nachbarn kennengelernt hatten. Am 10. Februar startete die Reise am Altonaer Bahnhof. Von Frankfurt gings im Flieger über Adis Abeba nach Kilimanjaro-Airport, dann mit dem Bus nach Moshi an den Fuß des höchsten frei stehenden Berges der Welt.
Gut vorbereitet waren sie: Beide sind sportlich aktiv, Henning Wolf joggt regelmäßig, läuft Halbmarathon. Auch Wilhelm Herdering läuft, dazu schwimmt er und fährt Ski. Sein Tipp: „Schon Monate vor der Reise jeden Aufzug meiden!“ Zudem hatten die beiden seit 2010 mehrere Gipfel gemeinsam bewältigt, unter anderem den Großglockner. Als unmittelbare Vorbereitung hatten sie eine Woche vor ihrer Kilimanjaro-Tour den 65 Kilometer entfernten Mount Meru bestiegen, der 4.560 Meter hoch ist. Trotzdem, so Herdering, sei der Kilimanjaro „sehr mühsam“ gewesen.
Gibt es schon Pläne für den 65. oder den 70. Geburtstag? Die beiden Freunde schwanken noch: zwischen Südamerika, MontBlanc und Matterhorn...

Der Kilimanjaro
Der Kilimanjaro ist der höchste Berg Afrikas und der höchste freistehende Berg der Erde. Der Gipfelbereich ist als Nationalpark geschützt und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der riesige, sich aus der Ebene erhebende Berg steht im nord-östlichen Afrika in unmittelbarere Nähe des Äquators. Man nennt ihn auch das „Dach Afrikas“. Politisch gehört er zu Tansania, weite Teile des Bergmassivs ragen nach Kenia hinein.
Der Kilimanjaro ist ein Vulkanmassiv, das aus den drei erloschenen Vulkanen Shira (3.962 Meter), Mawenzi (5.149 Meter) und Kibo (5.895 Meter) besteht.
Zu Urzeiten muss der Kibo unvorstellbare 11.000 Meter hoch und damit der höchste Berg der Erde gewesen sein. Eine gewaltige Explosion vor etwa 360.000 Jahren sprengte seine Kappe ab. Danach war er nur noch halb so hoch. Lavagestein aus dieser Explosion findet sich im Umkreis von Tausenden von Kilometern. Der letzte Ausbruch im Kilimanjaro-Massiv ist 300 Jahre her.
Pro Jahr versuchen mehr als 15.000 Touristen den Kibo oder einen der Nebengipfel zu besteigen, etwa 7.500 schaffen es bis zum Gipfel. Die Besteigung ist nur mit ortskundigen Führern erlaubt. Quelle: Wikipedia
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