"Ihr habt mir geholfen - vielen Dank!"

Ilse Frormann ist voller Dankbarkeit für die Unbekannten, die ihr geholfen haben, als sie stürzte und sich die Hüfte brach.

Im Dunkeln: Ilse Frormann stürzte und brach sich die Hüfte -
Unbekannte kümmerten sich um sie.

Lebhaft und gut gelaunt kommt Ilse Frormann (75) an die Tür - trotz der beiden Unterarmkrücken, mit deren Hilfe sie sich fortbewegen muss. Hart war der Weg bis hierhin: der Unfall. Die Operation. Der Krankenhausaufenthalt. Die Rückkehr nach Hause und das Wiedererlangen der Selbstständigkeit. Aber jetzt ist sie fast wieder fit und erfüllt sich den Wunsch, den sie seit Langem hat: Danke zu sagen. Den Menschen, die ihr halfen, als sie mit gebrochener Hüfte auf dem Boden lag.
Was war passiert? „Schreck-lich war es“, erzählt die ehemalige Krankenschwester. „Damit rechnet man nicht, wenn man aus der Haustür geht, dass man nicht wiederkommt!“
Am 26. Januar war sie bei Lidl an der Mendelssohnstraße einkaufen. Gegen 19 Uhr, es regnete, machte sie sich auf den Heimweg – und stürzte. „Ich weiß bis heute nicht genau, wie das passiert ist“, sagt sie. „Ich wollte die Abkürzung quer über den Parkplatz nehmen und bin über irgendetwas gestolpert“. Da lag sie auf dem Asphalt, den zerbrochenen Schirm neben sich. Sie versuchte sofort, sich aufzurappeln, aber es ging nicht. „Schmerzen hatte ich in dem Moment nicht, aber auch gar keine Kraft. Ich kam einfach nicht hoch.“
Als sie erzählt, was dann geschah, steigen Ilse Frormann Tränen der Dankbarkeit und der Rührung in die Augen: „Sofort waren Menschen da und haben mir geholfen – völlig Unbekannte. Ein Herr brachte mir einen Stuhl, damit ich mich hinsetzen konnte. Einer hat mit dem Handy einen Krankenwagen gerufen, der dann auch sehr schnell kam. Zwei Herren und eine Dame blieben bei mir, bis ich abtransportiert wurde.“
Ganz besonders rührend fand sie die Reaktion eines Brummifahrers, der aus seinem Lastwagen kletterte und immer wieder bestürzt sagte: „Kann nicht Deutsch, kann nicht helfen...“
Bis zum 3. Februar lag Ilse Frormann im Krankenhaus, dort wurden die kaputten Knochen zusammengeschraubt. Zurzeit kommt sie mit Krücken und Rollator voran, doch bald wird sie, so die Prognose, wieder normal gehen können. „Aus dem Schnellboot ist ein Schraubendampfer geworden“, lacht sie.
Dann wird sie wieder ernst: „Was wäre gewesen, wenn mir niemand beigestanden hätte ... ich hätte allein im Dunkeln gelegen. Vielen, vielen Dank den Unbekannten, die mir so selbstverständlich geholfen haben!“
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