„Ich weiß noch nicht, wie ich mich freuen soll“

Judit wird in die Schule Bahrenfelder Straße gehen.

Interview mit der zukünftigen Erstklässlerin Judit (7)

Judit ist mit ihren sieben Jahren die „große Schwester“ von knapp 80 Kindern. Sie ist die Älteste in der Kita an der Osterkirche, ein selbstsicheres, überlegtes kleines Mädchen, das sich auf Fragen Zeit zum Nachdenken nimmt und mit gewählten Worten antwortet. Judit kommt, wie 13.213 weitere Hamburger Kinder, jetzt in die erste Klasse. Das Wochenblatt hat sie um ein Gespräch gebeten.
Elbe Wochenblatt: Freust du dich auf die Schule?
Judit: Eigentlich weiß ich noch gar nicht, wie es ist, darum kann ich mich auch noch nicht entscheiden, wie ich mich freue. Ich stell mir vor, dass es mir Spaß macht.
EW: Was genau?
Judit: Das Arbeiten.
EW: Und was kannst du schon?
Judit: Wir haben in der Vorschule schon was über den Körper gelernt. Und ich kann lesen und schreiben – aber manchmal ein bisschen spiegelverkehrt. Rechnen kann ich auch, zehn mal zehn ist 100. Und vier und vier ist acht.
EW: Hast du schon einen Ranzen?
Judit: Ja, einen Lederranzen, braunes Leder, ohne Bilder. Heinrich und ich spielen damit, wenn wir abends vor dem Schlafengehen noch nicht ins Bett wollen. Heinrich ist mein Bruder, der ist drei. Er spielt immer den Schüler, und ich bin erst die Mama und zieh ihm den Ranzen an, das kann er noch nicht selbst. Und dann bin ich die Lehrerin.
EW: Weißt du schon, wo du zur Schule gehst?
Judit: Ja, in die Schule Bahrenfelder Straße, in die 1C. Und ich habe eine Lehrerin, keinen Lehrer. Ava, Nino und Junus gehen auch dahin.
EW: Was ziehst du an deinem ersten Schultag an?
Judit: Das weiß ich noch nicht. Vielleicht was, was man gerade neu gekauft hat?
EW: Und was ist in deiner Schultüte?
Judit: Das ist alles geheim. Aber ich weiß, dass ich für die Schule neue Turnschuhe von meiner Oma kriege.
EW: Wie kommst du denn zur Schule?
Judit: Ich geh allein, mit Rollschuhen. Oder zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Aber am ersten Schultag brauchen Mama und Papa nicht zu arbeiten, die kommen mit, und Opa und Oma kommen auch.
EW: Bist du traurig, dass du nicht mehr zur Kita gehst?
Judit: Ein bisschen traurig bin ich schon. Weil ich dann Oscar nicht mehr sehe. Aber dafür bekomme ich ja neuen Freunde.
EW: Liebe Judit, danke für das Gespräch. Das Elbe Wochenblatt wünscht dir und allen anderen Erstklässlern in Hamburg eine wunderschöne Schulzeit!

Einschulungszahlen (Stand April 2013, Quelle: Schulbehörde)

Schule Erstklässler 2013/14 (12/13, 11/12) Klassenzahl

Ganztagsschule an der Elbe 40 (53/ 33) zwei Klassen
Grundschule St. Pauli 39 (37/36) zwei Klassen
Grundschule Thadenstraße 96 (99 /95) fünf Klassen
Louise-Schroeder-Schule 95 (96/99) fünf Klassen
Theodor-Haubach-Schule 77 (59/39) vier Klassen
Max-Brauer-Schule 69 (97/69) drei Klassen
Schule Bahrenfelder Straße 92 (68/62) vier Klassen
Schule Mendelssohnstraße 66 (48/64) drei Klassen
Schule Rothestraße 69 (87/97) drei Klassen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.