„Ich muss, weil ich darf, oder ich darf, weil ich muss!“

Frischgebackener ABC-Schütze: Jakob (6) präsentiert sein mit Buntstiften gespicktes Federmäppchen.

Jakob (6) berichtet über seine ersten Erfahrungen in der Schule.

Von Christopher von Savigny
Jakob (6) geht es gut. Der frischgebackene ABC-Schütze fühlt sich wohl in der neuen Umgebung. „Die Schule gefällt mir!“, sagt er mit Nachdruck. Im August hatte das Wochenblatt über die bevorstehende Einschulung von Jakob berichtet. Jetzt erzählt der Erstklässler, der die Louise-Schroeder-Schule besucht, von seinen
ersten Erfahrungen. „Sport gefällt mir am besten“, verrät er.
Das kann man sich lebhaft vorstellen: Während des Interviews mit dem Wochenblatt springt der Sechsjährige unentwegt durch die Gegend oder schlägt Purzelbäume auf dem Sofa. Dreimal pro Woche dürfen die Erstklässler zum Sportunterricht, auf dem Stundenplan stehen unter anderem Fußball, Geräteturnen und Laufspiele. Kein Wunder, dass sich ein junger Springinsfeld wie Jakob in den anderen Fächern ein wenig zusammenreißen muss. Einmal pro Woche haben sie in der Klasse einen Erzählkreis. Das lange Zusammensitzen findet Jakob „ein bisschen unspannend“, wie er sagt. Obwohl er durchaus Spaß an den anderen Lernfächern hat: Im Deutschunterricht etwa lernt er zurzeit die Kleinbuchstaben kennen („Die Großbuchstaben kannte ich schon!“), und in Mathe machen sie schon die ersten kleinen Übungen.
Zurzeit ist der junge Mann krank – Halsweh! Morgen darf er wieder zum Unterricht. Moment mal: „darf“ oder „muss“? Die Anwort ist typisch Jakob: „Ich muss, weil ich darf“, sagt er. „Oder ich darf, weil ich muss!“ Ganz klar: Jakob ist ziemlich sprachbegabt und macht außerdem gerne Quatsch. Zum Beispiel mit seinen neuen Freunden. „Vier habe ich schon“, zählt er an seinen Fingern auf. „Und eine Freundin!“ Mit denen spielt er auf dem Schulhof „Ticken“.
Fünf Jahre lang war Jakob an der Kita an der Osterkirche, die auch seine kleine Schwester besucht. „Manchmal vermisse ich sie ein bisschen“, sagt er und meint damit seine Schwester. „Von der Kita ist gar nicht mehr die Rede“, sagt sein Vater Saju Thundiyil. „Neulich haben wir seine Schwester abgeholt, und Jakob wollte nicht mal mit reinkommen!“
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