I made it – ein Lied und (m) ein Erfolg. Das möchte ich teilen.

Der Song „I made it“ ist von Mano Ezoh. Unter anderem dieses Lied habe ich als Chorsängerin im letzten November mit ihm auf der Bühne im Saal des Hotels Emporio hier in Hamburg gesungen.

Dabei wollte ich nie etwas weniger als ausgerechnet das.


Meine Freundin hatte mir von einem Artikel über ein Chorprojekt „1 Voice“ im Wochenblatt erzählt, meine Ablehnung war alpenhoch. Aber, es hat in mir gearbeitet und gearbeitet. Warum eigentlich nicht? Du kannst keine Noten mehr lesen, singst aber eigentlich gerne (heimlich, sehr leise), mit einem Glas Wein manchmal besser, allerdings niemals in der Öffentlichkeit. 50 Jahre lang war ich sicher gewesen, das kannst du nicht, das geht nicht, du bist dermaßen peinlich, eigentlich dachte ich das seit dem Musikunterricht. Ich hatte „die Hosen voll“, aber die Faszination war zu groß, ich ging hin. Und die ersten Workshops mit Mano Ezoh hier in Hamburg waren anstrengend. Ich hatte riesige Angst, „dass man mich hört“. Heimlich bin ich zu einem Stimmcoach gegangen, um abzuchecken, ob da überhaupt was geht und habe positive Verstärkung bekommen. Ok, ohne Üben geht nichts, aber es wird. Ich habe mich getraut, weiter zu den Workshops zu gehen. Dann war die Angst irgendwann ganz klein, erstaunlich. Singen? Laut? Öffentlich? Geht doch! Ich habe gemerkt, das wird sogar gut, das macht Spaß, das gibt Power. Und: Um mich herum waren so viele in der gleichen Situation, das hat auch geholfen. Wenn ich schon mal von der Energie gehört hatte, die beim Singen entsteht, habe ich abgewunken, habe es weder geglaubt, noch konnte ich damit etwas anfangen. Tja, diese Einstellung musste ich mir abschminken. OK, vor dem Konzert hatte ich eine Riesenangst, Knieschlottern, Panik, Schweißausbrüche, es war sehr aufregend, aber dann? Von der Bühne aus konnte man sehen, wie sich Gesichter beim Konzert öffneten, sich ein Lächeln ausbreitete, Leute begeistert mitsangen, applaudierten, es war einfach nur großartig. Mittlerweile habe ich bei mehreren anderen Projekten mitgemacht und es nicht eine Sekunde bereut, weil mein Leben reicher geworden ist, ich mutiger und einfach so viel gemeinsame Energie dabei entsteht.

Und „I made it“? Das war der vorletzte Song. Ich stand auf der Bühne und dachte, ich habe es wirklich gemacht, mir geht es so gut wie seit langem nicht, es geht mir suuuuper, ich will fliegen. Mittlerweile weiß ich, dass mir Singen zu einem „freien Kopf“ verhilft, das will und werde ich behalten.

Für den 24.Oktober 2015 bereitet Mano Ezoh einen Weltrekordversuch im Münchner Olympiastadion für das Guinnessbuch vor. Es sollen 5000 Sängerinnen und Sänger aus vielen Städten Deutschland und über die Grenzen hinaus zusammenkommen, um gemeinsam ein Konzert geben.

Um die Songs zu lernen, gibt es an vielen Orten, so auch in Hamburg, einen kostenlosen Ganztagsworkshop. Der Workshop in Hamburg ist für den 05. Juli 2015 geplant. Anmelden kann sich jede/r unter weltrekord@manoezoh.com, auch wenn er/sie noch nicht genau weiß, ob es am 24. Oktober mit München klappen wird. Falls jemand noch Fragen hat, schreibt mir: gertrud.krapp@gmail.com
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.