Hundertwasser-Café: Kompromiss zeichnet sich ab

Hinter einem Bauzaun wartet das Stadtcafé Ottensen, genannt Hundertwasser-Café, auf die weitere Entwicklung.
In einer Pressemitteilung hat die Wohnbau GmbH, Besitzer des Hundertwasser Cafés an der Behringstraße, ein Ende der debatte um das umstrittene Gebäude angekündigt.
Nach eigenen Angaben hat die Wohnbau GmbH einen Kompromiss mit den Hamburger Fachbehörden ausgehandelt, der dem Bürgerbegehren „weitgehend entgegenkommt“. ZUgesichert wird ein „betreibbares Café“. Die Original-Fassade soll erhalten werden. Die Elemente im Innenraum, die Hundertwasser zugeschrieben werden, sollen in einer Dokumentation erfasst und originalgetreu wiederhergestellt oder rekonstruiert werden. Auf dem umgebenden Gelände werden 65 bezahlbare Wohnungen errichtet werden.
Ein Gutachten des Bezirkes hatte zuvor aufgedeckt, dass das Café nach baurechtlichen Maßgaben nicht mehr hätte betrieben werden dürfen. Auch Brandschutz und Sicherheitstechnik waren mangelhaft. Anja Kasper, Sprecherin der Wohnbau GmbH: „Der vorliegende Vertragsentwurf ist der einzig verbliebene Weg, das Stadtcafé am Standort zu sichern. Wir hoffen, dass auch die Bezirkspolitiker diesen Weg der Vernunft jetzt mitgehen“.
Thomas Adrian, Chef der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung, hält sich zurzeit allerdings noch bedeckt: „ Wir haben den Vorschlag zur Kenntnis genommen, werden ihn innerhalb der Fraktionen von SPD und GAL besprechen und wollen vor allem auch mit mit den Vertrauenleuten der Bürgerinitiative „Rettet das Hundertwassercafé“ reden. Und er fügt hinzu: „ Das ist nicht abwertend gemeint, der Vorschlag ist sicher interessant, doch die Pläne müssen weiter konkretisiert werden. Dann sehen wir weiter - alles in ganz freundlichen Atmosphäre.“
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