Hundertwasser-Café kommt wieder

So soll der fertige Bau einmal aussehen: in der Mitte das in den Komplex integrierte Hundertwasser-Café. (Foto: Grafik: Wohnbau GmbH)

Richtfest: Das beliebte Café in an der Behringstraße wird wieder so aufgebaut, wie es war - drumherum entstehen 74 Mietwohnungen.

Von Christopher von Savigny.
Eine meterhohe schwarze Stahlspundwand verdeckt derzeit die Fassade des ehemaligen Hundertwasser-Cafés in der Behringstraße. Durch einen Spalt an der Seite kann man sehen, wie es dahinter aussieht: einige Stützen, die das Ganze von hinten halten, und ansonsten ziemlich viel Schutt. Drumherum ist innerhalb der letzten acht Monate ein riesiger, fünfstöckiger Gebäudekomplex mit 6.300 Quadratmetern Wohnfläche entstanden. Jetzt wurde Richtfest gefeiert.
„Wir gehen davon aus, dass die Wohnungen zum 1. März 2015 bezugsfertig sein werden", sagt Jens Bräutigam, Geschäftsführer des Investors und Besitzers, der Bonner Wohnbau GmbH.
Um den Erhalt des Stadtcafés Ottensen, so der offizielle Name des Hundertwasser Cafés, war in den letzten Jahren heftig gerungen worden. Zwei Bürgerbegehren hatten sich – beide erfolgreich – für den beliebten Treffpunkt eingesetzt. Der von Bezirk und Lokalpolitik ausgehandelte Kompromiss: Die vom österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser (1928 - 2000) entworfene Fassade bleibt stehen, der Rest wird abgerissen und originalgetreu wieder aufgebaut. Im Zuge der Restaurierung kam ein 3-D-Scanner zum Einsatz, der das Café-Innere Zentimeter für Zentimeter vermessen und abgespeichert hat.
Einen Betreiber für das alte und neue Hundertwasser-Café hat die Wohnbau GmbH offenbar bereits gefunden. Demnach könnte das Kaffeehaus schon im Mai nächsten Jahres seine Türen öffnen.
Der neue Wohnkomplex um das Herzstück Hundertwasser Café herum verfügt über 74 Mietwohnungen mit zwei, drei oder vier Zimmern. Die Wohnungsgröße liegt bei 60 bis 140 Quadratmetern.
„Wohnungen für Familien, Paare und Singles – genau das, was Ottensen braucht“, sagt der Altonaer SPD-Politiker Mark Classen, der sich intensiv in die Debatte um das Hundertwasser-Café eingemischt hatte. Die Miethöhe steht noch nicht fest, sie soll sich auf mittlerem ortsüblichen Niveau bewegen. Die Wohnbau GmbH hat 24 Millionen Euro in das Projekt investiert.
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