Holstenkamp als Durchgangsstraße?

Sie befürchten, der „Neue Holstenkamp“ könnte den Stadtteil in zwei Teile schneiden – wie bisher die A7: Mitglieder der „Bürgerinitiative Volkspark“. Foto: cvs

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Verkehrsplanung im Altonaer Volkspark.

Von Christopher von Savigny. Die Rede ist von einem „attraktiven, lebenswerten Wohnumfeld“ mit „ruhigen, grünen Freiräumen für die Erholung der Quartiersbewohner“. Doch ganz so ruhig wie im offiziellen Projektflyer versprochen dürfte die geplante Neubausiedlung am Südrand des Altonaer Volksparks möglicherweise gar nicht werden: Denn laut Planung führt eine (mindestens) zweispurige Straße mitten durch das Gebiet. Der „Neue Holstenkamp“ soll das Wohngebiet von Osten her erschließen und in Höhe der Notkestraße in die Luruper Chaussee einmünden (das Elbe Wochenblatt berichtete).

Zehn Jahre vor Baubeginn gibt es schon Kritik

Frühestens nach der Fertigstellung des Autobahndeckels über die A7 – in rund zehn Jahren – könnten die Bauarbeiten an der neuen Verkehrsachse beginnen. Kritik an dem einschneidenden Straßenbauvorhaben macht sich jetzt schon breit: „Den Planern geht es im Prinzip nur um die Frage: Wie kommen Autos am besten da durch?“, schimpft Christian Michalke, Sprecher der „Bürgerinitiative Volkspark“, deren Mitglieder größtenteils in dem betroffenen Gebiet wohnen. Bereits seit vier Jahren macht sich die Ini für eine fußgänger- und radfahrerfreundliche Wohnstraße als Alternative zur geplanten Durchgangsstraße stark.
„Ein derart breiter Ausbau ist völlig überflüssig und führt höchstens dazu, dass noch mehr Menschen aufs Auto umsteigen“, kritisiert Michalke. Die geplante Trasse führe durch Landschaftsschutzgebiete am Luther- und am Volkspark und sei auf 28 Meter Breite ausgelegt. „Perspektivisch kann die Straße auch vierstreifig ausgebaut werden“, so Michalke.
Nach Auskunft der Stadtentwicklungsbehörde (BSW) ist der Ausbau des Holstenkamps allein schon aufgrund der Vielzahl an neuen Bewohnern (Planung: 1.000 Wohnungen im ersten Bauabschnitt) unumgänglich. „Das durch die Erschließung zusätzlich entstehende Verkehrsaufkommen kann auf dem Straßenzug Luruper Chaussee / Bahrenfelder Chaussee nicht ohne größere Störungen abgewickelt werden“, sagt BSW-Sprecher Magnus Kutz. Ein vierstreifiger Ausbau sei weder mittel- noch langfristig notwendig und auch nicht geplant.
Zur Lärmminderung sollen laut BSW eine „straßenparallele Anordnung der Baukörper“ sowie entsprechende Grundrissvorgaben (Ausrichtung der Treppenhäuser, Bäder, Küchen) beitragen. Für Sonnabend, 30. Januar, von 11 bis etwa 15.30 Uhr, ist eine „Planungswerkstatt“ für Interessenten angesetzt. Ort: Stadtteilschule Bahrenfeld, Regerstraße 21-25.
Bitte unter Tel. 357 52 70 oder info@konsalt.de anmelden.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.