Hoffnungsträgerin am Ende?

Karin Prien scheiterte an der Wahl zur stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Altona/Elbvororte.

Karin Prien bei der Wahl zur stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden gescheitert.

Herbe Abfuhr für eine Bürgerschaftsabgeordnete. Karin Prien, vor Jahren als Hoffnungsträgerin der CDU Altona/Elbvororte gestartet, kommt bei der eigenen Basis schlecht an. Nach mehreren verlorenen Wahlen innerhab der CDU-Gremien von der Landes- bis hinunter zur Ortsebene ist die Blankeneserin am Sonnabend wieder einmal durchgefallen.
Dabei ist es gar kein großer Posten, um den Prien sich beworben hatte. Der Job eines von zwei stellvertretenden Kreisvorsitzenden der CDU Altona/Elbvororte schien ihr sicher. Franziska Grunwaldt, derzeit Kreisgeschäftsführerin der CDU und Bezirksabgeordnete, sollte die andere Stellvertreterin werden.
Doch auf dem Kreisparteitag am Sonnabend meldete eine dritte Frau ihren Anspruch an: Josiane - genannt Josi - Kieser aus Lurup. Der Kontrast könnte größer nicht sein: Hier die beiden Juristinnen, Grunwaldt aus Rissen und Prien aus Blankenese. Dort die derbe Josi Kieser, Ex-Schillianerin, die gern die „Mutter der Kompagnie“ gibt und sich im Zweifel auf die Seite der Unterprivilegierten schlägt.
Entsprechend trat Kieser auch in der Vorstellungsrunde der drei Kandidatinnen vor den knapp 170 CDU-lern in der Aula des Christianeums auf. Ihre Rede, keine zwei Minuten lang, hatte die Stoßrichtung: In der Kreisspitze soll auch Lurup vertreten sein. Nicht ausgesprochen, aber gemeint: ....und nicht nur die feinen Elbvororte.
Karin Prien dagegen wollte die Vorstellungsrunde nutzen, um Kritik am Scholz-Senat und ihre Rezepte dagegen vorzutragen. Das kam schlecht an bei einem Publikum, das am Tag des Hafengeburtstags und des DFB-Pokals die Tagesordnung schnell hinter sich bringen wollte. „Da sind die Befindlichkeiten bei uns nicht anders als in jedem Kaninchenzüchterverein“, bemerkte ein Zuschauer süffisant.
Nicht fähig oder willens, auf die Stimmung im Publikum zu reagieren, zog Prien ihre langatmig-programmatische Rede durch und schaufelte sich so den Rest ihres Grabes selbst. Sie bekam 55 Stimmen, Josi Kieser 79, Franziska Grunwaldt 100. Die sichtlich schwer angeschlagene Karin Prien verschwand und ließ durch Vertreter ihres Ortsvereins ausrichten, sie stehe für weitere Ämter nicht zur Verfügung.
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Ute Raffelsiefen aus Lurup | 21.05.2012 | 10:15  
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