Hochhaus: Abriss ist beschlossene Sache

Bahrenfeld verändert sein Gesicht: Wohnhäuser statt „Weißer Riese“.

Ein Bahrenfelder Wahrzeichen wird abgerissen: Die Tage des Bürohochhauses von Euler Hermes an der Ecke Friedensallee und Bahrenfelder Kirchenweg sind gezählt.

Warum soll das Hochhaus abgerissen werden?
Das in den 70er Jahren geplante und 1981 fertiggestellte Hochhaus ist vollklimatisiert und hat einen hohen Energieverbrauch sowie eine sehr ungünstige Ökobilanz. Es entspricht in keiner Weise den modernen Forderungen nach Energieersparnis. Die Betriebskosten sind immens. Das Gebäude so umzubauen, dass ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb langfristig gesichert wäre, ist nach Auskunft von Euler Hermes nicht möglich. Man habe verschiedene Möglichkeiten für eine neue Nutzung geprüft, von Hotel über Krankenhaus bis zum Studentenwohnheim. Das Ergebnis: Alle Sanierungsmaßnahmen wären im Endeffekt wesentlich teurer als der Abriss und der Neubau eines energieeffizienten Gebäudes nach heutigen Standards.
Wie groß ist das Gelände, wem gehört es, und was passiert damit nach dem Abriss? Sowohl das Hochhaus als auch das rund zwei Hektar große Gelände sind Eigentum von Euler Hermes. Beides soll an den Hamburger Projektentwickler Quantum verkauft werden. Auf dem Gelände sollen Wohnungen entstehen. Die neuen Häuser werden maximal acht Geschosse haben. Wie genau dort gebaut werden wird, soll ein städtebaulicher Wettbewerb entscheiden, der noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden soll.
Gab es Bestrebungen, das Haus als typisch für seine Zeit unter Schutz stellen zu lassen? Das Denkmalschutzamt hat Euler Hermes bescheinigt, dass das Gebäude nicht unter Schutz steht und einem Abriss nichts entgegensteht.
Wie viele Menschen arbeiten im Hochhaus, und wo werden die in Zukunft arbeiten? Euler Hermes beschäftigt rund 1.400 Mitarbeiter am Standort Hamburg. Geplant ist, einen langgestreckten Neubau entlang der Gasstraße (auf der Seite des Bahndamms) zu errichten. Das Grundstück gehört Euler Hermes schon.
Wann kommt der Abriss?
Frühestens im Jahr 2018/2019. Voraussetzung ist, dass der Euler Hermes Neubau fertig ist und die Mitarbeiter ihre Büros dort bezogen haben.
Wie geht es weiter? Damit auf dem jetzigen als Gewerbegrundstück ausgewiesenen Gelände Wohnungen gebaut werden dürfen, muss ein neues Baurecht geschaffen werden. Verwaltung und Politik werden demnächst das dafür nötige Bebauungsplanverfahren starten.
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