Hingucken und drauftreten

Heinz Spenkuch erstellt in seinem Geschäft Fußmatten per Handdruck. (Foto: mt)

Heinz Spenkuch fertigt fröhliche Fußmatten nach Kundenwünschen

Von Markus Tischler

Fußmatten sind dazu da, um sich die Schuhe abzuputzen. Gerade in der Herbst- und Winterzeit sammelt sich doch reichlich Dreck unter den Sohlen. Und wer will den ganzen Schmutz schon in der Wohnung haben? Für Heinz Spenkuch indes sind Fußmatten mehr als nur Gebrauchsgegenstände. In seinem Laden „Dreckstückchen“ in Eimsbüttel produziert der Hamburger Fußmatten, die nicht nur zum Drauftreten dienen sondern auch Hingucker sind.
Denn die in der Regel 60 x 40 Zentimeter großen Velours-Teppiche sind mit Sprüchen bedruckt wie „Leise rieselt der Dreck“, „Der schönste Fleck auf Erden“ oder „An mir bleibt es wieder hängen.“
Auch Redewendungen, die man aus Fangesängen etwa bei Fußballspielen kennt wie „Einer geht noch, einer geht noch rein“, hat Spenkuch im Angebot. „Mittlerweile sind Fußmatten zu Designobjekten geworden“, betont er. „Es geht den Leuten auch darum zu zeigen, wer sie sind. Welchen Geschmack sie haben, wie sie leben. Fußmatten liegen zwar nach wie vor vor der Haustür, aber sie gehören inzwischen quasi mit zur Wohnung.“
Auf die Idee mit den Fußmatten ist Spenkuch 1995 während Studiums an der Hochschule für Bildende Künste, Studiengang „Visuelle Kommunikation“, gekommen. „Meine Nachbarn haben sich damals beschwert, dass die Fußmatte vor meiner Tür immer so dreckig sei“, erinnert er sich und lacht. Daraufhin entwarf der angehende Akademiker eigene Fußmatten und behandelte in seiner Diplomarbeit schließlich das Thema „Die Fußmatte im öffentlichen Raum“.

Kunden können eigene Sprüche kreieren
Das „Dreckstückchen“-Geschäft eröffnete er dann 2001. Natürlich können Kunden auch ihre eigenen Sprüche kreieren. Spenkuch und seine Mitarbeiter erstellen die Matten per Handdruck oder lassen sie maschinell fertigen. „Spezielle Aufträge zu bearbeiten, das kann mit Vorbereitung, Beratung und Gestaltung schon mal ein paar Tage dauern“, sagt Spenkuch. „Aber die Produktion selbst dauert nur ein paar Stunden.“
Spenkuchs Lieblingsspruch ist übrigens „Dreckqueen“. Und er erzählt, dass er diese Matte immer mit auf seine Reisen nehme. „Ich habe sich auch schon am Rande des Grand Canyons abgelegt und fotografiert.“
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