Hier kochen Schüler für Schüler

Jeder der Jungen und Mädchen der Stadtteilschule am Hafen, Zweigstelle St. Pauli, muss regelmäßig an den Herd. Das Prinzip lautet: Verantwortung übernehmen. Mit angenehmen Folgen für alle – das Essen ist gesund und lecker. Vor kurzem wurde die neue Schulküche eingeweiht. (Foto: rs)
Von Reinhard Schwarz.
Hier kochen die Schüler selbst: in der neuen Küche der Stadtteilschule am Hafen in St. Pauli. Unlängst wurde die Küche im Neubau an der Bernhard-Nocht-Straße in Gegenwart von Schulsenator Ties Rabe (SPD) eingeweiht. Bisher war die Küche im Altbau auf der Nordseite der Bernhard-Nocht-Straße untergebracht, das Essen musste täglich auf die Südseite der Straße gebracht werden, wo sich die Schulcafeteria befindet. Das war sehr mühselig und zeitaufwendig.
649.000 Euro hat der Einbau der neuen Küche gekostet, 250.000 Euro mehr als ursprünglich geplant. „So teuer wie ein Einfamilienhaus“, rechnete Rabe vor. Die Mehrkosten – genaue Zahlen wurden nicht genannt – wurden von der Peter Möhrle Stiftung und dem Rotary-Club Hamburg-Blankenese übernommen. Beide Organisationen fördern seit längerer Zeit das Projekt der Schülerfirma (SchüFi).
Schuld an der ungewöhnlich hohen Kostensteigerung hatte der Fettabscheider, musste Senator Rabe erstaunt zur Kenntnis nehmen. Ein Fettabscheider ist Vorschrift für jede professionelle Küche, er trennt das Fett vom Wasser. Probleme machte aber eine Betonplatte unter der Küche, „die in Millimeterarbeit mühsam aufgebrochen werden musste“, schildert Projektleiterin und Lehrerin Annegret Lotzkat die technischen Schwierigkeiten. Die sind jetzt beseitigt, und die SchüFi, in der jeder Schüler Mitglied ist, kann nun weiter für die Gleichaltrigen kochen. Prinzip: Hauptsache gesund und lecker. Ein Renner bei den Kids: Salzkartoffeln mit Tzatziki.
Das Besondere an dem Projekt SchüFi: Hier an der Ganztagsschule muss jeder mal kochen. An zwei Tagen der Woche kochen die Jahrgänge der Klassen 5 bis 7, an zwei weiteren Tagen die Jahrgänge 8 bis 10. Und freitags? Projektleiterin Lotzkat: „Freitags gibt es Snacks, weil die Schule dann schon um 13.45 Uhr schließt.“
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