Hier arbeitet Europas größter Abrissbagger

Die Abrissschere von Europas größten Bagger knickt Stahlträger wie Streichhölzer.

Ein Betonklotz verschwindet: Messeturm wird abgerissen

Von Christopher von Savigny.
Inzwischen ist das frühere Hochhaus nur noch eine Ruine aus Stahl, Glas und Beton: Der Messeturm, ehemaliges Verwaltungsgebäude der Hamburg Messe an der Ecke Petersburger / Marseiller Straße, wird abgerissen. An seiner Stelle soll ab Sommer ein Hotel mit 275 Zimmern entstehen. Geplanter Eröffnungstermin: Frühjahr 2014.
In mehrerlei Hinsicht stellt der Abriss keine einfache Aufgabe dar: Da ist zum einen die schiere Höhe des Gebäudes von fast 45 Metern, weshalb die Hamburger Abbruchfirma Ehlert & Söhne den größten Abrissbagger Europas ins Rennen schickt. Dieser verfügt über einen Ausleger von rund 90 Metern und wiegt etwa 270 Tonnen. Seine gewaltige Abrissschere zerstückelt 60 Zentimeter
dicke Stahlträger wie Streichhölzer.
Zum anderen liegen die neuen Messegebäude und die Petersburger Straße jeweils nur wenige Meter entfernt. Eine von einem zweiten Kran gehaltene, 10 mal 28 Meter große Abdeckplane aus Sprengmatten (Gesamtgewicht: elf Tonnen) verhindert, das herabfallende Betonbrocken zur Gefahr werden. Problem Nummer drei ist die Struktur des zwölfstöckigen Turms, der sich aus zwei getrennten Hälften zusammensetzt – die Mitte markiert ein Fahrstuhlschacht.
„Damit das Ding nicht plötzlich umkippt, nehmen wir uns immer nur drei Stockwerke auf einmal vor“, berichtet Polier Stefan Schmidtke. „Immer abwechselnd auf der einen und dann auf der anderen Seite.“
Laut Plan werden die Abrissarbeiten bis Ende Juni abgeschlossen sein. Anschließend starten die Tiefbauarbeiten für ein neues Drei-Sterne-Hotel mit Konferenzbereich und Res-taurant. Betreiber ist die IntercityHotel GmbH, eine Tochterfirma der Hotelkette Steigenberger. „Die Stadt gehört zu den wenigen Reisezielen, die für Businessgäste und Städtereisende gleichermaßen attraktiv ist“, freut sich Geschäftsführer Joachim Marusczyk.
Die Verwaltung der Hamburg Messe befindet sich seit 2007 neben dem Hamburger Fernsehturm.
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