Hey, Falschparker: Muss das sein?

Nicht erlaubt, aber gängige Praxis in Eimsbüttel: Autos werden auf jedem freien Fleckchen abgestellt, und sind anderen Fahrzeugen im Weg. (Foto: cvs)

Eimsbüttel: Passanten kommen kaum an Falschparkern vorbei

Von Ch. v. Savigny

Wer als Autofahrer in den Wohngebieten Eimsbüttels unterwegs ist, kennt das Problem: Parkplätze sind nur schwer zu finden. Zum echten Geduldsspiel wird die Angelegenheit, wenn man früh morgens oder am Abend einen Abstellplatz benötigt. Entnervte Wagenbesitzer stellen ihr Fahrzeug dann gerne in Einfahrten, auf Zebrastreifen oder auch an Straßenecken ab – was selbstverständlich verboten ist. Die Leidtragenden sind die Fußgänger, die sich mühsam ihren Weg zwischen Stoßstangen hindurch suchen müssen. Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen und ältere Menschen mit „Hackenporsche“ sind zum Teil völlig aufgeschmissen.

Besonders schlimm ist die Situation derzeit in der Sartoriusstraße, in Höhe der Kreuzungen Luruper Weg und Hartwig-Hesse-Straße: Werktags bis 7 Uhr und ab etwa 20 Uhr ist jedes freie Fleckchen am Straßenrand zugeparkt – auch in den Kurven. Weil aktuell im Quartier auch noch viel gebaut wird, nutzen Autofahrer jeden Zentimeter, der sich ihnen bietet.

Jedes freie Fleckchen
ist zugeparkt

Hans-Joachim Barz, Leiter der Abteilung Prävention und Verkehr im Polizeikommissariat 23 (Troplowitzstraße), ist mit der Lage vor Ort vertraut: „Dass Eimsbüttel ein Parkdruckgebiet ist, wissen wir“, sagt er. Täglich gingen fünf seiner Mitarbeiter Streife, um Falschparker abzuzetteln. Weitere zehn Beamte „für operative Einsätze“ könnten im Bedarfsfall hinzugezogen werden. „Damit sind wir im Vergleich zu anderen Revieren relativ gut aufgestellt“, berichtet der Abteilungsleiter. Laut Barz ist die Sartoriusstraße kein Schwerpunkt: „Wir verteilen überall Strafzettel und lassen auch viel abschleppen“, sagt er. Genaue Zahlen kann das Kommissariat nicht mitteilen.
Wer beim Falschparken erwischt wird, muss blechen: Mindestens zehn Euro werden fällig, wenn das Fahrzeug näher als fünf Meter an der Kreuzung oder an der Einmündung steht. Deutlich teurer (bis zu 60 Euro) wird der Spaß, sobald andere Fahrzeuge behindert werden und/oder die Standzeit länger als drei Stunden dauert.
Im schlimmsten Fall – wenn etwa der Krankenwagen nicht durchkommt – wird der Abschleppdienst gerufen. Kostenpunkt: rund 300 Euro – damit zahlt man in keiner anderen deutschen Stadt soviel fürs Abschleppen wie in Hamburg.


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