Heine-Park: Angst vor Veränderung

Simon und Milena, beide zwei Jahre alt, backen Matschkuchen. Im Hintergrund die Plangesche Villa.

Tagesmütter sehen der angekündigten Verbesserung der Grünanlage mit Misstrauen entgegen.

"Für uns ist der Park perfekt so wie er ist, und eigentlich wollen wir nicht, dass sich was ändert.“Das meinen mehrere Tagesmütter, die im Heine-Park an der Elbchaussee in Ottensen Krippenkinder bis zu drei Jahren betreuen. Sie fürchten: Eine vor Kurzem angekündigte Verbesserung des Parks könnte die Situation für die ihnen anvertrauten Kinder möglicherweise verschlechtern.
Hier, unweit der engen Straßen Ottensens, gibt es für die Kleinen einen sicheren, umzäunten Spielplatz, der alle Vorteile der freien Natur bietet: eine waldähnliche, weitgehend naturbelassene Umgebung mit Hügelchen und Tälern, Bäumen, Büschen, Sand zum Buddeln, Versteck-Ecken und einem großen Tisch, an dem alle gemeinsam essen können. Dazu kaum Spielgeräte, sodass die Kinder das freie Spielen lernen.
Außer bei eisigsten Temperaturen sind die Kleinen bei Wind und Wetter hier im Freien - jetzt im nieseligen Oktober in regendichten Ölklamotten und Gummistiefeln. Und zwar nicht nur eine Kindergruppe, wie zum Beispiel die Elbkieker, die von drei Tagesmüttern betreut werden, sondern viele. Bis zu 30 Kleinkinder wuseln hier manchmal gleichzeitig herum.
Heute Abend, am Mittwoch, 31. Oktober, ab 18 Uhr, wird im Kollegiensaal im Rathaus Altona, Platz der Republik 1, über die Zukunft des Heine-Parks beraten und informiert. In einem Planungsworkshop sollen Anwohner und Nutzer ihre Vorstellungen von einem zukünftigen, verbesserten Park ins Gespräch bringen.
Die Grünanlage, ursprünglich der Landsitz des Bankiers Salomon Heine (1767-1844), Onkel des Dichters Heinrich Heine, ist seit 1984 als „Heine-Park“ öffentlich zugänglich.
Die Stadt Hamburg hat den Investor, der auf der Fläche des ehemaligen Simulatorgebäudes der Seefahrtsschule Wohnungen baut, verpflichtet, 700.000 Euro für die Wiederherstellung des Heine-Parks nach Plänen des Gartengegestalters Joseph Ramée (1764 - 1842) zu zahlen. Ramée zeichnete in Hamburg unter anderem für Baurs Park und Donners Park veantwortlich.
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