HdJ Stintfang: Bezirk zieht sich zurück

Bald mit neuer Verwaltung: Britta Grabis, Mitarbeiterin, und Holger Menzel, Leiter des HdJ Stintfang. Foto: cvs
Hamburg: Haus der Jugend Stintfang |

Werden Jugendeinrichtungen jetzt zusammengelegt?

von Christopher von Savigny

Wie geht es weiter mit dem Haus der Jugend (HdJ) Stintfang und dem
Jugend- und Kulturzentrum (JUKZ) in der Peterstraße? Im November letzten Jahres hatte der Jugendhilfeausschuss im Bezirk Mitte beschlossen, dass die beiden Einrichtungen unter einem Dach zusammengeführt werden sollen, um Kosten zu sparen. Spruchreif ist dieses Vorhaben aber noch nicht. Fest steht lediglich, dass das HdJ, das zurzeit noch vom Bezirk aus verwaltet wird, künftig
einen eigenen Träger be-kommen soll. Dadurch hofft
das Bezirksamt, Geld und Ressourcen zu sparen. „Die Maßnahme wird wahrscheinlich in diesem Sommer umgesetzt“, sagt Bezirksamtssprecherin Sorina Weiland.
Am Angebot ändert sich dadurch erstmal nicht viel: Das HdJ würde künftig eine Pauschale vom Bezirksamt erhalten, über die es selbst bestimmen könnte – ansonsten bliebe alles beim Alten. Wer der neue Träger wird, ist offen. Theoretisch könnte dies das JUKZ sein, das auf Jahrzehnte Arbeit in Selbstverwaltung zurückblicken kann. JUKZ-Leiter Christoph Gregg findet es allerdings zu früh, um darüber zu spekulieren: „Das sind alles nur Mutmaßungen.“
Gegen eine Zusammenlegung hätte das Haus in der Peterstraße wohl nichts einzuwenden. Die Einrichtung platzt schon lange aus allen Nähten. Nachteil: Auf dem Weg zum neuen Jugendzentrum Stintfang müssten die jugendlichen Besucher, von denen die meisten in der nördlichen Neustadt leben, die zwölfspurige Ludwig-Erhardt-Straße überqueren.
Dass soziale Einrichtungen unter einem Dach zusammengefasst werden, ist in Hamburg nichts Neues: Vorbild im Hamburger Westen ist das 2006 eingeweihte „Haus der Familie“ neben der Schilleroper. Dort gibt es ein Kinderspielhaus, ein Kinder- und Jugendzentrum, Mütterberatung, einen pädagogischen Mittagstisch sowie weitere Angebote für Jung und Alt. Geschäftsführer Rüdiger Kühn ist zufrieden. „Es läuft super“, sagt er. „Wir haben ständig hohe Besucherzahlen.“
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