Hamburg wird sauberer

500 neue Papierkörbe soll es in Hamburg geben. Die Bürger können mitbestimmen, wo sie aufgestellt werden. (Foto: stadtreinigung hamburg)

Stadtreinigung will 500 neue Papierkörbe aufstellen – Bürger können Vorschläge machen

istel/ Zimmermann, Hamburg-West – Hamburg ist schmutzig. Ob im Volkspark Altona, im Schanzen- oder im Bornpark – überall liegt Müll herum. Das soll sich ändern! Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) hat der Vermüllung den Kampf angesagt. 500 neue Papierkörbe werden aufgestellt. Wo? Das dürfen Anwohner mitentscheiden.
Rund 9.000 Papierkörbe, jeder kostet etwa 285 Euro, sind über das Hamburger Stadtgebiet verteilt. Sie „schlucken“ 13.000 Tonnen Abfälle pro Jahr. Teilweise werden die Papierkörbe an fünf Tagen die Woche geleert, zumindest an bekannten Brennpunkten. „Jede Leerung kostet rund 2,40 Euro“, sagt Reinhard Fiedler, Sprecher der Stadtreinigung.
Trotz des großen Aufwands der SRH ist es an vielen Ecken einfach dreckig. Reinhard Fiedler: „Immer weniger Bürger sind bereit, ihre Abfälle über weitere Distanzen zu transportieren oder sie wieder mit nach Hause zu nehmen. Sie erwarten, dass sie dort, wo ihr Abfall anfällt, auch eine Möglichkeit haben, ihn zu entsorgen.“
500 zusätzliche Papierkörbe sollen helfen, das Problem zu lösen. Dabei ist auch die Meinung der Bürger gefragt. Denn sie wissen am besten, wo in der Nachbarschaft Papierkörbe fehlen. „Schicken Sie uns Vorschläge für Standorte“, fordert SRH-Sprecher Fiedler.
Werden die Vorschläge der Bürger direkt umgesetzt? „Nein, wir werden die einzelnen Vorschläge nicht ungeprüft übernehmen“, so Fiedler. Es wird vor Ort geschaut, ob an der betreffenden Stelle wirklich so viel Müll anfällt, dass sich das Aufstellen eines Papierkorbs lohnt.
Außerdem wird geprüft, ob die Stadtreinigung dort überhaupt zuständig ist. Das Aufstellen von Mülltonnen in Parks ist Sache der Bezirke. „Wir werden solche Wünsche deshalb an die Bezirksämter mit der Bitte um wohlwollende Prüfung weitergeben“, so Fiedler.
Erhöhen sich durch die Aktion die Gebühren für Hausmüll? Das ist noch unklar. „Das wird zu gegebener Zeit - bei einer nächsten Gebührenkalkulation - geprüft und berechnet“, sagt der Pressesprecher.

Vorschläge für neue Standorte können bis Freitag, 30. September, per E-Mail unter info@srhh.de an die Stadtreinigung gesendet werden.
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