Hamburg aus 100 Metern Höhe

In Feierlaune: Folke Sievers, General Manager bei Scandic, Hans-Christoph Klaiber, Geschäftsführer von Nord Event, Jörn Walter, Oberbaudirektor der Stadt Hamburg und Frank Billand, Vorstandsmitglied bei Union Investment (v. l.) nahmen schon mal in der Lounge auf dem Panoramadeck Platz.

Ex-Unilever-Hochhaus, seit 2000 unter Denkmalschutz, für 270 Millionen Euro saniert.

Von Christopher von Savigny.
Es sieht fast so aus wie früher – aber eben nur fast: Rund 2.700 moderne Fensterelemente haben Bauleute innerhalb der letzten drei Jahre an seiner Fassade angebracht und dem Gebäude damit ein Stück seines ursprünglichen Aussehens zurückgegeben. Nun konnte das ehemalige Unilever-Haus am Valentinskamp seine Wiederauferstehung feiern: Nach umfassender Sanierung für insgesamt 270 Millionen Euro nennt sich das Ensemble, zu dem auch ein Hotelneubau gehört, jetzt „Emporio-Quartier“.
Bauherr ist das Finanzunternehmen Union Investment. „Mit dem Emporio schreiben wir ein Stück Hamburger Architekturgeschichte“, sagte Vorstandsmitglied Frank Billand bei der Einweihung.
Es war wahrscheinlich eines der aufwendigsten Sanierungsvorhaben, das Hamburg je erlebt hat: Das gesamte, knapp 100 Meter hohe Gebäude wurde komplett entkernt und in energiesparender Bauweise wieder aufgebaut. In mühevoller Arbeit wurden die je 700 Kilo schweren Fassadenteile Stück für Stück mit Spezialkränen nach oben gehievt und befestigt. Zwei neue Etagen kamen hinzu, sodass das Emporio-Hochhaus jetzt über 26 Stockwerke verfügt. Prunkstück ist das Panoramadeck in der 23. Etage, aus dessen bodentiefen Fenstern man einen Rundumblick auf ganz Hamburg genießen kann. Mieter ist die Eventagentur Nord Event, die dort eine Lounge und eine Bar betreibt. Firmen können das lichtdurchflutete Panoramadeck für Veranstaltungen und Tagungen nutzen. Zu Nord Event gehören auch ein Veranstaltungssaal im Untergeschoss des Gebäudes, sowie das Bistro „Emporio“ im Erdgeschoss.
1989 hatte Union Investment das damalige Unilever-Haus für seinen Immobilienfonds UniImmo erworben, seit 2000 steht es unter Denkmalschutz. „Architektonisch gehört es zu den bedeutendsten Gebäuden bundesweit“, sagte Oberbaudirektor Jörn Walter. Allerdings dürfe man auch nicht vergessen, dass man für seinen Bau vor 50 Jahren einen Teil des Gängeviertels abreißen musste. „Das ist damals schon ein erheblicher Eingriff ins Stadtbild gewesen. Aber dafür sind wir heute alle stolz auf dieses Haus.“
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