Grünzug vom Volkspark zur Elbe - Wettbewerb zur Überdeckelung des A7-Deckel mit gutem Ergebnis für Altona

Wie soll der Deckel über die A7 in Altona grundsätzlich aussehen? Eine Jury aus mehreren Preisrichtern inklusive des Hamburger Oberbaudirektors haben den Vorschlag eines Hamburger Architektenbüros (arbos Freiraumplanung GmbH & Co KG) ausgewählt, der die Deckeloberfläche von insgesamt 10 Hektar skizziert. Aus und für Altona waren u.a. die SPD-Stadtentwicklungsexperten Anne Krischok und Thomas Adrian in der Preisjury. Beide freuen sich über den nun ausgewählten Entwurf, der ein Parkband vorsieht, der zu 1/3 aus öffentlichen Wiesen und einer Promenade sowie zu 2/3 aus Plätzen für Kleingärten besteht.

Anne Krischok, SPD-Abgeordnete im Stadtentwicklungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft, betont: „Wir haben uns bewusst für den Entwurf entschieden, in dem die meisten Vorgaben umgesetzt wurden. Für mich war auch wichtig, dass der Altbaumbestand der umgebenden Parks wird nicht angegriffen wird.“

Thomas Adrian, Fraktionsvorsitzender und stadtplanungspolitischer Sprecher der SPD in der Altonaer Bezirksversammlung betont: „Mir war wichtig, dass die durch die A7 zerschnittenen Stadtteile Bahrenfeld und Othmarschen wieder zusammen wachsen und wir unsere Zusagen zur Zahl der Kleingärten einhalten. Rad- und Fußwege verbinden künftig den Volkspark direkt mit Othmarschen, eine gute Lösung. Mit dem Entwurf haben wir jetzt außerdem vor Augen, dass die Option der Deckelverlängerung bis Othmarschen eine gute Lösung ist“.

Beide Abgeordnete plädierten für den ausgewählten und prämierten Entwurf, der eine Zusammenführung des Lutherparks und des Bonneparks vorsieht. Die Landschaftsachse Volkspark bleibt erhalten. Es ist auch ein schneller Radweg vorgesehen. Zudem wird der Bahrenfelder Marktplatz erhalten und sogar von der Hauptverkehrsstraße etwas abgerückt, so dass dort ein ruhigeres Einkaufen möglich sein wird. Es ist ein Neubau als markantes Zeichen am Stadteingang vorgesehen. Auf dem Deckel soll zudem ein attraktiver Platz für 250 Kleingärten angelegt werden: An die bisherigen Stellen der Kleingärten sollen dafür bis zu 2.000 Wohneinheiten entstehen, mit denen Hamburg die gewünschte Deckelverlängerung finanzieren will.

Wie geht es weiter? Dieses Ergebnis ist Grundlage für das Planfeststellungsverfahren für den Deckel im Bereich Altona, das voraussichtlich im kommenden Jahr eingeleitet wird. Da der Baubeginn für den Altonaer Deckel nach Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium erst nach den beiden nördlichen Anschnitten Stellingen und Stellingen geplant ist, ist eine Realisierung der Planung nicht vor 2016 zu erwarten.
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