Grüne Straßen statt dicke Luft!

Freizeitraum statt Fahrbahn: Aktivisten von Greenpeace machten die Bahrenfelder Straße zum grünen Park. (Foto: Sonja Och/Greenpeace)

Für eine Wende in der Verkehrspolitik: Umweltschützer verwandeln Bahrenfelder Straße in Stadtpark für Anwohner

Sören Reilo, Ottensen

Max-Brauer-Allee, Kieler Straße, Stresemannstraße: In Hamburg werden seit Jahren überhöhte Stickoxidwerte gemessen. Voraussichtlich auch 2016 werden an allen vier Hamburger Messstellen die Grenzwerte überschritten, teilweise sogar deutlich, mahnt Greenpeace Deutschland. „Wir müssen von der Asphaltstadt endlich zu einer grünen Stadt mit nachhaltiger Mobilität und mehr Raum für Menschen kommen. Das wird nur mit deutlich weniger Autos in den Innenstädten
gelingen“, sagt Greenpeace-Energieexperte Niklas Schinerl am Rande einer Veranstaltung zum internationalen Park(ing) Day in Ottensen. Mit Rollrasen, Pflanzen und Liegestühlen hatten Aktivisten ein Teilstück der Bahrenfelder Straße zeitweise in ein Naherholungsgebiet umgestaltet.
Die Umweltschutzorganisation macht sich mit Partnern für ein Umdenken in der Verkehrspolitik stark: weg vom eigenen Auto – hin zu Radverkehr, Car-Sharing und öffentlichen Verkehrsmitteln.

10.000 vorzeitige Todesfälle durch Stickoxide

Denn besonders die gesundheitlichen Folgen des Verkehrs sind ein wachsendes Problem in Großstädten. Abgase wie Stick-
oxide schädigen die Atemwege, steigern Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führen laut Europäischer Umweltagentur pro Jahr zu gut 10.000 vorzeitigen Todesfällen in Deutschland.
Greenpeace fordert Umweltzonen, die nur saubere Fahrzeuge nutzen dürfen. So seien Schadstoffwerte in Städten am wirksamsten zu senken. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) lehnt das als Blaue Plakette bekannt gewordene
Instrument jedoch ab. „Olaf Scholz riskiert die Gesundheit der Hamburgerinnen und Hamburger für eine überholte Idee von Verkehr. Scholz muss den Weg frei machen für eine Hamburger Verkehrswende, die nicht den Autos dient,
sondern den Menschen“, so Schinerl.
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