Grün macht glücklich

Timo, Lehrling bei Malermeister Andree Antosch, Fassadentechnik, findet es „aufregend“ sofort zu Beginn seiner Ausbildung beim Kunden vor Ort zu arbeiten. Er streicht ein Kinderzimmer im Kinderhaus Pinnasberg.

Malerfirma vereinbart Lehrlingsausbildung und soziales Engagement.

Marlo (8) strahlt. Er wohnt in einem grünen Urwald zusammen mit Dinosauriern. Das hat er sich schon immer gewünscht. Marlo lebt im Kinderhaus Pinnasberg; als er einzog, waren die Wände seines Zimmers himmelblau. Dass sie jetzt grün sind und mit Dinosaurierbildern beklebt, hat er einer guten Idee von Malermeister Andree Antosch zu verdanken.
Der wollte seine Lehrlinge so schnell wie möglich an das „richtige Berufsleben“ heranführen. Ausbilder Andreas Bannier: „Normalerweise üben die Lehrlinge an einer Wand im Betrieb. Es gibt Maler und Lackierer, die haben ausgelernt, aber noch nie mit einem Kunden gesprochen. Das wollten wir nicht. Deswegen suchten wir eine Möglichkeit, die Azubis von Anfang an direkt vor Ort arbeiten zu lassen. “
Die Maler suchten sich eine soziale Einrichtung und fragten nach: „Dürfen wir bei euch professionell die Wände neu streichen? Kostet nichts!“
Die Wahl fiel auf das Kinderhaus Pinnasberg, in dem zwölf Kinder im Alter zwischen sechs und 18 Jahren wohnen, die zeitweise oder auch länger von ihren Familien getrennt leben müssen.
Kinderhausleiter Thorsten Wezel war begeistert von dem Angebot der Maler und griff zu: „Hilfe können wir immer gut gebrauchen!“
Für die Kinder ist es toll, mitbestimmen zu dürfen, wie ihre nächste Umgebung aussieht. Aber auch für die Maler-Azubis ist es eine aufregende Erfahrung. Das bestätigt Lehrling Timo, der gemeinsam mit dem kleinen Marlo und der Kinderhausleitung genau das richtige Grün für Marlos Zimmer aussuchte. Darüberhinaus musste Timo Kosten kalkulieren, das Zimmer aufmessen, Löcher und Unregelmäßigkeiten in den Wänden spachteln, malen und natürlich streichen - alles selbstständig.
Inzwischen hat sich zwischen dem Kinderhaus und Malermeister Andree Antosch, dessen Unternehmen übrigens von der Handelskammer als Hamburgs bester Arbeitsgeber ausgezeichnet wurde, eine richtige Partnerschaft entwi-ckelt. Alle halbe Jahr malen Antoschs Lehrlinge ein Zimmer im Kinderhaus neu. Thorsten Wezel lacht: „Die Kinder fragen schon: Wann wird unser Zimmer gemacht?’“ und setzt hinzu: „Für diese Kinder bedeutet das auch eine ganz besondere Art der Wertschätzung.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.