Große Pläne für größere Gymnasien

Das Gymnasium Allee soll von vier auf fünf Parallelklassen je Jahrgang erweitert werden.

Gymnasium Allee und Gymnasium Altona sollen massiv ausgebaut werden.

Schulsenator Ties Rabe will zwei Altonaer Gymnasien massiv ausbauen lassen. Damit sollen am Gymnasium Allee (Max-Brauer-Allee) und am Gymnasium Altona (Hohenzollernring) Raumprobleme gelöst werden. Gleichzeitig soll so großzügig geplant werden, dass auch die Schüler Platz finden, die mit dem neuen Stadtteil „Mitte Altona“ nach Altona kommen. Dafür muss „Mitte Altona“ auf ein eigenes Gymnasium verzichten.
Beide Schulleiter, Ulf Nebe vom Gymnasium Allee, und Georg Kerl vom Gymnasium Altona, begrüßen die Pläne.
Trotzdem gibt es Sorgen: Wohin erweitert man Schulen in dicht besiedeltem Stadtgebiet? Ulf Nebe betont: „Die Schule darf unter dem Ausbau keine Bewegungsfläche - Schulhof, Sportflächen - verlieren.“ Auch die Pausenflächen, dazu gehört beispielsweise die Kantine, müssten vergrößert werden.
Die Lösung scheint in beiden Fällen zu sein: Man wird auf öffentliche Grünflächen zugreifen müssen. Dazu bietet sich für das Gymnasium Allee der Grünzug an, der sich an der Goetheallee entlangzieht. Am Gymnasium Altona wird schon jetzt die öffentliche Grünfläche zum Hohenzollernring hin als Pausenfläche genutzt; ob das Gymnasium sie später ganz verwenden dürfe, sei noch nicht klar, sagt Georg Kerl, Leiter des Gymnasiums Altona.
Weitere  Zubaumöglichkeiten sieht dieser „im Bereich der Mensa in der Bülowstraße, im Bereich des Oberstufengebäudes in der Bleickenallee 5 und auf dem Schulgelände des Altbaus.“ Dort könne man die Sporthalle abreißen und durch ein mehrgeschossiges Gebäude mit neuer Sporthalle ersetzen.
Astrid Juster, bildungspolitische Sprecherin der SPD in der Bezirksversammlung Altona, erklärt, dass ihre Fraktion den Ausbau-Plänen positiv gegenübersteht. „Es ist noch nicht geklärt, ob die Erweiterung durch Abriss und kompakteren Ersatzbau oder durch Rückgriff auf benachbarte Flächen erfolgen kann.“
Bedenken äußert dagegen die CDU. Kaja Steffens, Schulexpertin ihrer Fraktion in der Bezirksversammlung, meint, die beiden Gymnasien seien ohnehin schon voll bis „Unterkante Oberlippe“ und die Ausbaupläne „Spitz auf Knopf“ gerechnet. Angesichts der Tatsache, dass die Stadtteilschulen schlecht angenommen würden und die Gymnasien großen Zulauf hätten, bezweifelt sie, dass der angekündigte Ausbau für die „Neue Mitte“ reichen wird: „Ich sehe das sehr kritisch.“
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