Gosch verlässt die Reeperbahn

Fisch-Experiment im Café Keese abrupt vorbei – neuer Gastronomiebetrieb zieht ein

Gosch im Keese auf der Reeperbahn, erst vor anderthalb Jahren eröffnet, macht die Türen wieder zu. Am 1. Oktober ist Schluss. Der Laden lief ganz gut, heißt es aus der Presseabteilung des kultigen Fischhändlers, aber Miete und Betriebskosten seien einfach zu hoch gewesen.
Mit dem Standort an der Reeperbahn habe man sich vorgenommen, die Party-Tradition des legendären Cafés, das sich einst hier befand, fortzuführen, bereichert um die Gosch-typischen Fischspezialitäten. Die Pressemitteilung liest sich resigniert: „Dass auf einem so besonderen Pflaster wie der Reeperbahn ganz eigene Gesetze für den Erfolg gelten, war einem erfahrenen
Gastronomen und Geschäftsmann natürlich klar. Allerdings erfordern die sehr hohen Miet- und Betriebskosten auf der sündigen Meile Umsätze, die mit Genuss und Entspannung nach Gosch-Art auf Dauer nicht einzuspielen sind.“
„Vielleicht sind wir von unseren anderen Standorten verwöhnt“, so ein Mitarbeiter von Gosch zum Wochenblatt, aber nirgendwo sonst gebe es eine solche Diskrepanz zwischen den regelmäßigen Ausgaben und dem, was man in der Lage sei einzunehmen.
Vermieter des ehemaligen Café Keese ist Burim Osmani. Die Gosch-Mitarbeiter werden vom neuen Pächter übernommen oder können an andere Gosch-Betriebe wechseln. Ins Keese zieht demnächst ein anderer Gastronomiebetrieb ein, der voraussichtlich im Oktober eröffnet.
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